06.03.2018 Korallen Bestimmen

Wie sehr man in Indonesien – besonders zur Regenzeit – dem Wetter ausgesetzt ist, durften wir heute am eigenen Leib erfahren. Für die Transekte, die wir an diesem Morgen auslegen und erfassen sollten, waren wir darauf angewiesen, den vermeintlich aufkommenden Sturm vorüberziehen zu lassen. So hörten wir nach dem Frühstück einen weiteren Vortrag über im Indo-Pazifik vorkommende Fischarten und hatten danach Zeit bis zum Mittagessen uns mit den für unser jeweiliges Transekt (für das wir gestern in Gruppen eingeteilt worden waren) relevanten Korallen-, Fisch- und Invertebratenarten vertraut zu machen. Zwischenzeitlich kamen so vehemente Regenschauer herunter, dass wir ganz froh waren, zu dieser Zeit nicht im Wasser zu sein.

Nach dem Mittagessen klarte der Himmel dann jedoch etwas auf und wir machten uns an die Arbeit. Die Korallengruppe identifizierte unter anderem verschiedene Porites– und Acroporaarten, die am häufigsten vorkommenden Riffbildner. Auch einige Millepora  wurden entdeckt. Diesen sollte man besser nicht zu nahe kommen, da sie unangenehme Hautreizungen hervorrufen, ganz wie der Trivialname – Feuerkoralle – verrät. Ausgelegt wurden drei Transekte, an denen jede Gruppe jeweils einmal alle Arten erfassen sollte. Als Gruppe beschäftigt man sich also an allen drei Transekten mit Korallen, Fischen oder Invertebraten. Nach vollendeten Transekten – keine Gruppe schaffte alle drei, sodass der nächste Morgen bereits für den Rest der Transekte eingeplant wurde – wurden dann die Daten erfasst und mit Hilfe von unter Wasser gemachten Bild- und Videoaufnahmen diejenigen Arten erfasst, die im Wasser nicht eindeutig bestimmt werden konnten. Nach dem Abendessen, welches sich hier wie jedes Mahl ganz nach italienischer Tradition (die Inhaber des Resorts sind Italiener) über einige Zeit hinauszieht, hatten wir Freizeit, die einige von uns nutzen, weitere Arten zu bestimmen und / oder Kräfte für den nächsten Tag zu sammeln und uns auszuruhen. Hoffen wir also, dass ein neuer Tag neues Glück und damit besseres Wetter bringt.

Anna Sophie Fiesinger

Steinkorallen der Gattung Acropora erkennt man an den endständigen einzelnen Polypen. (Foto Ingo Miller)
Die Steinkoralle der Gattung Platygygra. Diese Massiven Hirnkorallen sind sehr häufig hier in Banka zu finden. (Foto: Ingo Miller)
Die Steinkoralle Coeloseris mayeri: EIne eher unauffällige Gattung, bei der man zum Bestimmen sehr genau hinschauen muss. (Foto: Mareen Möller)
Die Steinkoralle Pectinia lactuca fällt dur ihre extrem hohen Wände im Riff sofort auf. (Foto: Mareen Möller)