Arktische Deutsche Bucht

FS Heincke – HE503 (21. 2. – 3. 3. 2018)

HE503 Eisschichten am Bug des Schiffs Foto: J. Meyerjürgens

Deutschland wird von einer Kältewelle überrollt und auch wir werden davon nicht verschont. Sind die Temperaturen zwar nicht ganz so niedrig wie auf dem Festland, macht uns dafür der eisige Ostwind ziemlich zu schaffen!

HE503 Eisschichten am Bug des Schiffs Foto: J. Meyerjürgens

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03.03.2018 Korallenbestimmung

Nach einer, wieder einmal, regnerischen Nacht wurde heute Morgen bei tropischer Luftfeuchtigkeit gefrühstückt. Bereits dabei stellte sich heraus, dass die Erkältungswelle stark zugeschlagen hatte. Zu den beiden darauf folgenden Schnorchelgängen konnten lediglich fünf der Teilnehmer aufbrechen. Der Großteil der Teilnehmer hütete hingegen diesen Vormittag über das Bett. Für die aktiven Teilnehmer begann nach dem Frühstück der sportliche Teil des Tages

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01.03.2018 Ausflug in die Mangroven

In unserer Schnorchelausrüstung brachen wir am Morgen Richtung Westen der Bucht auf. Hier begegnete uns ein aus dem Watt vertrauter schwefeliger Geruch. Das vor den Mangroven gelagerte, sauerstoffarme Sediment war durchzogen von unzähligen Pneumatophoren, ein aus dem Sand ragendes Wurzelsystem, das die Mangrove ausbildet um seine Sauerstoffzufuhr zu gewährleisten. Mangroven bieten durch ihr Wurzelgeflecht insbesondere den Juvenilen Schutz vor Fraßfeinden und funktionieren somit als „Kinderstube“ der vorgelagerten Rifffauna.

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28.02.2018 Haibegegnung

Am Morgen standen zwei Bootsschnorchelgänge auf dem Programm. Am ersten Tauchplatz, Timur, fielen gleich zu Beginn die Sarcophyton- Weichkorallen auf, die eine Geweihähnliche Wuchsform hatte. Einige dieser Korallen hatten ausgefahrene, einige eingezogene Polypen. Auf dem Riffdach waren neben der ansonsten ähnlichen Vielfalt von Hart-, Weich-Korallen und Fischen eine große Anzahl von Chromodoris, einer sehr bunten Nacktschnecken-Gattung und anderer Invertebraten.

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27.02.2018 Erster Eindruck des Korallenriffs

Das Wetter war mild, mit leichtem Wind, der zu der hohen Luftfeuchtigkeit eine angenehme Abwechslung bildete. Um 08:30 Uhr ging es mit dem Boot hinaus in den Bunaken Nationalpark. Heute war der erste Tag, an dem wir mit der Secchi-Disk die Sichttiefe vom Boot aus gemessen haben. Diese betrug >30m. Nachdem einige Tauchtouristen bei der Tauchstelle Likuan III zu Wasser gegangen waren, ging es auch für uns Schnorchler in Gruppen zu zweit und zu dritt ins Meer, ausgestattet mit Boje und Wissbegierde. Das Riffdach lag in einer Wassertiefe von ca. 3-5 Metern. Neben vielen Korallenfischarten haben wir auch eine Weißmundmoräne sowie einen Trompetenfisch entdeckt. Das Riff geht in eine Abrisskante über, ein Abgrund, der sich nach unten hin im Blau verliert. Hier schwebten ab und zu Grüne Meeresschildkröten vorbei, und auch seltener einen Napoleon konnte man tief unter uns erkennen. Nach guten 90 Minuten erholten wir uns auf dem Boot, während der zweite Vormittag-Tauchspot angefahren wurde. Likuan II liegt südöstlich von Likuan III, und auch hier verbrachten wir rund 90 Minuten mit der massigen Vielfalt an Korallen, Rifffischen und Nacktkiemern (siehe Foto).
Den Mittag verbrachten wir ab 13 Uhr im Resort, und Nachmittags ging es noch einmal vom Strand direkt an die Riffkante, über eine Seegraswiese hinweg. Tierhilights waren hier der Gebänderte Schlangenaal sowie Adler- und Blaupunktrochen.

Sophie Wertek

Foto: Chromodoris lochi, ein Nacktkiemer

Heincke trifft Otzum und BOP trifft Wasser

FS Heincke – HE503 (21. 2. – 3. 3. 2018)

HE503, BOP, Foto: Daniela Meier

Forschungsschiff trifft Forschungsschiff! Ok, unser ICBM-Forschungsboot Otzum ist zugegebenermaßen ganz schön klein im Vergleich zur Heincke, aber dafür bestens geeignet für den Einsatz im Wattenmeer, denn sie hat nur einen Tiefgang von rund 70 cm! Perfekt also für kleinere Kampagnen – dort wo die großen Forschungsschiffe nicht mehr hinkommen. Außerdem ist die Otzum genau richtig, um an einem Montagmorgen einen Teil der Wissenschaftscrew von Bord zu holen und gegen neue, motivierte WissenschaftlerInnen einzutauschen.

HE503 FS Heincke
Foto: Thomas Badewien

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Holz und Mopeds

FS Heincke – HE503 (21. 2. – 3. 3. 2018)

HE503 Foto: Daniela Meier – Ausbringen von GPS- und Holzdrifer

Erst die Ruhe, dann der Sturm! Mittlerweile haben wir uns alle eingearbeitet und die Stationsarbeiten wurden zur Routine. (Fast) Jeder Handgriff sitzt, wären da nicht die fiesen Wellen, die das Filtrieren von Wasser oder das Balancieren von Küvetten zu einer Wissenschaft für sich machen.

Das kalte Wetter und der wellige Seegang hielten uns aber nicht davon ab, uns am frühen Samstagmorgen an Deck zu versammeln, um das Ausbringen von 812 Driftern im Borkumer Riff gespannt mit zu verfolgen. Aber was sind Drifter überhaupt und warum werden diese einfach so über Bord gekippt, obwohl man doch Müll im Meer vermeiden will?

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