Tschüss Bunaken – Hallo Bangka


Nach acht eindrucksvollen Tagen auf der Insel Bunaken geht eine schöne Zeit vorbei. Das sehr herzliche miteinander macht den Abschied nicht leicht, dennoch lässt die Aussicht auf ein neues Abenteuer uns weiterziehen und wir starten mit der Überfahrt nach Manado. Von dort aus ging die Reise mit dem Taxi weiter. Trotz Müdigkeit wurde nicht viel geschlafen und wir konnten die schöne Landschaft von Nord-Sulawesis bewundern. Am Strand von Pantai Surabaya hatten wir einen Empfang der etwas anderen Art. Sofort wurden wir von begeisterten indonesischen Strandbesuchern umstellt um für ein Erinnerungsfoto posieren. Anschließend erfolgte die Überfahrt nach Bangka.


Auf Bangka erwartete uns eine traumhafte Kulisse von Palmen und türkisen Wasser. In direkter Nähe zum Strand befand sich auch unsere Unterkunft, die unsere Erwartungen eindeutig übertraf. Nach einer kleinen Stärkung wurde nicht lange gezögert und das hauseigene Riff erkundet.

Beim Abendessen wurden vertiefte Einzelprojekte vorgestellt und sich je nach Interesse aufgeteilt. Hierbei bestand, die Möglichkeit an einem Plastikprojekt teilzunehmen oder sich mit dem Konkurrenzverhalten zwischen Korallen und Schwämmen auseinander zu setzen. Zudem gab es ein spezialisiertes Schwammprojekt wobei die Auswirkungen von Schwämmen auf Korallen untersucht wurden. Das letzte Projekt befasste sich ebenfalls mit Schwämmen, konzentrierte sich dabei aber auf das Fressverhalten bestimmter Fischgruppen. Hierbei wurde beobachtet, welche Fischarten sich wie lange am Schwamm aufhielten und welche organischen Materialien von ihnen aufgenommen wurden.

Am nächsten Tag wurde mit neuer Energie die Projektarbeit in den einzelnen Gruppen vorbereitet und sogleich gestartet. Ebenfalls wurden in den alten Gruppen (Invertebraten, Korallen, Fische) noch weitere Transekte ausgewertet um sich einen allgemeinen Überblick, über den aktuellen Zustand des Riffes, zu verschaffen. Als Highlight des Tages wurde am Abend der erste Nachtschnorchelgang angeboten. Aus Sicherheitsgründen gingen wir in kleinen Gruppen von ca. sechs Leuten ins Wasser. Hier erwartete uns eine komplett neue Unterwasserwelt, die wir so noch nicht kannten. Um unangenehme Begegnungen mit zum Beispiel Diadem Seeigeln zu vermeiden, wurde jeder mit einer Unterwasserlampe ausgestattet. So konnten wir neugierig und vorsichtig das Riff erkunden. Besonders faszinierten uns die Korallen, welche sich in der Dunkelheit in einem ganz anderen Licht präsentierten. Durch die sonst nur selten so weit ausgestreckten Polypen wirken sie nochmal ganz anders auf uns. Auch die sonst eher unscheinbaren Seepocken zeigten sich sehr aktiv. Bei näheren Betrachten sahen wir wie sie eifrig nach Nahrung wedelten. Im Schutz der Dunkelheit traute sich auch ein Hummer (Bild 2) aus seinem Versteck, ebenso wie viele Schnecken. Hierbei sorgte vor allem die riesige Helmschnecke für Aufregung (Bild 3). Nach einem sehr schmackhaften Abendessen fielen wir mit wunderschönen neuen Eindrücken müde ins Bett und waren gespannt was uns am nächsten Tag erwarten würde.


Hummer – Panulirus penicillatus



Helmschnecke – Cassis cornuta

Denise Hermann und Delia Droppelmann