01.03.2018 Ausflug in die Mangroven

In unserer Schnorchelausrüstung brachen wir am Morgen Richtung Westen der Bucht auf. Hier begegnete uns ein aus dem Watt vertrauter schwefeliger Geruch. Das vor den Mangroven gelagerte, sauerstoffarme Sediment war durchzogen von unzähligen Pneumatophoren, ein aus dem Sand ragendes Wurzelsystem, das die Mangrove ausbildet um seine Sauerstoffzufuhr zu gewährleisten. Mangroven bieten durch ihr Wurzelgeflecht insbesondere den Juvenilen Schutz vor Fraßfeinden und funktionieren somit als „Kinderstube“ der vorgelagerten Rifffauna.

Weiterlesen

28.02.2018 Haibegegnung

Am Morgen standen zwei Bootsschnorchelgänge auf dem Programm. Am ersten Tauchplatz, Timur, fielen gleich zu Beginn die Sarcophyton- Weichkorallen auf, die eine Geweihähnliche Wuchsform hatte. Einige dieser Korallen hatten ausgefahrene, einige eingezogene Polypen. Auf dem Riffdach waren neben der ansonsten ähnlichen Vielfalt von Hart-, Weich-Korallen und Fischen eine große Anzahl von Chromodoris, einer sehr bunten Nacktschnecken-Gattung und anderer Invertebraten.

Weiterlesen

27.02.2018 Erster Eindruck des Korallenriffs

Das Wetter war mild, mit leichtem Wind, der zu der hohen Luftfeuchtigkeit eine angenehme Abwechslung bildete. Um 08:30 Uhr ging es mit dem Boot hinaus in den Bunaken Nationalpark. Heute war der erste Tag, an dem wir mit der Secchi-Disk die Sichttiefe vom Boot aus gemessen haben. Diese betrug >30m. Nachdem einige Tauchtouristen bei der Tauchstelle Likuan III zu Wasser gegangen waren, ging es auch für uns Schnorchler in Gruppen zu zweit und zu dritt ins Meer, ausgestattet mit Boje und Wissbegierde. Das Riffdach lag in einer Wassertiefe von ca. 3-5 Metern. Neben vielen Korallenfischarten haben wir auch eine Weißmundmoräne sowie einen Trompetenfisch entdeckt. Das Riff geht in eine Abrisskante über, ein Abgrund, der sich nach unten hin im Blau verliert. Hier schwebten ab und zu Grüne Meeresschildkröten vorbei, und auch seltener einen Napoleon konnte man tief unter uns erkennen. Nach guten 90 Minuten erholten wir uns auf dem Boot, während der zweite Vormittag-Tauchspot angefahren wurde. Likuan II liegt südöstlich von Likuan III, und auch hier verbrachten wir rund 90 Minuten mit der massigen Vielfalt an Korallen, Rifffischen und Nacktkiemern (siehe Foto).
Den Mittag verbrachten wir ab 13 Uhr im Resort, und Nachmittags ging es noch einmal vom Strand direkt an die Riffkante, über eine Seegraswiese hinweg. Tierhilights waren hier der Gebänderte Schlangenaal sowie Adler- und Blaupunktrochen.

Sophie Wertek

Foto: Chromodoris lochi, ein Nacktkiemer

Heincke trifft Otzum und BOP trifft Wasser

FS Heincke – HE503 (21. 2. – 3. 3. 2018)

HE503, BOP, Foto: Daniela Meier

Forschungsschiff trifft Forschungsschiff! Ok, unser ICBM-Forschungsboot Otzum ist zugegebenermaßen ganz schön klein im Vergleich zur Heincke, aber dafür bestens geeignet für den Einsatz im Wattenmeer, denn sie hat nur einen Tiefgang von rund 70 cm! Perfekt also für kleinere Kampagnen – dort wo die großen Forschungsschiffe nicht mehr hinkommen. Außerdem ist die Otzum genau richtig, um an einem Montagmorgen einen Teil der Wissenschaftscrew von Bord zu holen und gegen neue, motivierte WissenschaftlerInnen einzutauschen.

HE503 FS Heincke
Foto: Thomas Badewien

Weiterlesen

Holz und Mopeds

FS Heincke – HE503 (21. 2. – 3. 3. 2018)

HE503 Foto: Daniela Meier – Ausbringen von GPS- und Holzdrifer

Erst die Ruhe, dann der Sturm! Mittlerweile haben wir uns alle eingearbeitet und die Stationsarbeiten wurden zur Routine. (Fast) Jeder Handgriff sitzt, wären da nicht die fiesen Wellen, die das Filtrieren von Wasser oder das Balancieren von Küvetten zu einer Wissenschaft für sich machen.

Das kalte Wetter und der wellige Seegang hielten uns aber nicht davon ab, uns am frühen Samstagmorgen an Deck zu versammeln, um das Ausbringen von 812 Driftern im Borkumer Riff gespannt mit zu verfolgen. Aber was sind Drifter überhaupt und warum werden diese einfach so über Bord gekippt, obwohl man doch Müll im Meer vermeiden will?

Weiterlesen

Plastik und das fehlende Licht

FS Heincke – HE503 (21. 2. – 3. 3. 2018)

Foto: T. Badewien

Plastik und Licht – wie passt das denn zusammen? Eigentlich überhaupt nicht. Doch an Bord der FS Heincke (Reise HE503) haben sich zwölf WissenschaftlerInnen aus zwei verschiedenen Projekten zusammengefunden, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: das Team Macroplastics, das sich mit Plastikmüll im Meer beschäftigt, und das Team Coastal Ocean Darkening (COD), das untersucht, wie sich die Lichtverhältnisse unter Wasser im Laufe der letzten Jahrzehnte verändert haben. Zusammen wollen wir entlang verschiedener Transekte längs der Küste und in Richtung offene Nordsee Messungen durchführen, um wertvolle Daten aus verschiedenen Wasserkörpern zu sammeln. Diese Daten sind wichtig für die Bestandsaufnahme, die Modellierung und zukünftige Prognosen des jeweiligen Projekts.

Weiterlesen

Tschüss Norwegen!

Abschied von Norwegen

Nun ist unsere Ausfahrt mit der Heincke schon wieder vorbei… Die letzten drei Wochen ist uns das Schiff und die Arbeit an Deck zur Gewohnheit geworden und es ist ein bisschen traurig, jetzt wieder ins Büro zu fahren. Aber wir sind mit einem sehr guten Gefühl von Bord gegangen und freuen uns schon auf die Auswertung der Ergebnisse! Die geplanten Daten wurden gesammelt und wir haben an allen Stationen unsere Forschungsgeräte zu Wasser lassen können (und natürlich auch wieder zurück an Bord). Auch der Inkubationsversuch an Deck ist gut weitergelaufen und die Algen sind in der norwegischen Sonne ordentlich gewachsen.

Weiterlesen

Zurück auf hoher See

Die Heincke mit Boje und Katamaran – hier noch mit schönstem Fjord-Panorama…..
….heute wieder mit Weitsicht auf die See

Nachdem wir länger als geplant im Sognefjord geblieben sind, haben wir ihn nun tatsächlich verlassen und uns wieder hinaus auf den Atlantik gewagt. Hier wurden wir gestern auch von ordentlichen Wellen begrüßt, heute ist es zum Glück ruhiger und wir setzen die Stationsarbeit fort. Katamaran, Boje und Schlauchboot sind auf dem Wasser, bald erreicht uns die zweite Runde HSV- und Katamaran-Proben, welche vom Schlauchboot genommen und dann an Bord gebracht werden. Sobald diese eingetroffen sind, geht es mit der Laborarbeit los:

Weiterlesen