Hinter den Kulissen – die Maschine im Bauch der SONNE

Zusätzlich zur normalen technischen Ausstattung eines Schiffes, hat SONNE noch viele Maschinen, die für die wissenschaftliche Meeresforschung gebraucht werden. So gibt es auf dem unteren Deck einen extra Windenraum für die kilometerlangen Drähte und Kabel, an denen wir unsere wissenschaftlichen Geräte ins Wasser lassen.
Zusätzlich zur normalen technischen Ausstattung eines Schiffes, besitzt SONNE noch viele andere Maschinen, die speziell für die wissenschaftliche Meeresforschung gebraucht werden. So gibt es auf dem unteren Deck einen extra Windenraum für die kilometerlangen Drähte und Kabel, an denen wir unsere wissenschaftlichen Geräte ins Wasser lassen.

Seit über drei Wochen fahren wir nun schon mit der SONNE über den Pazifik. Während wir rund um die Uhr forschen, wird auch um uns herum Tag und Nacht gearbeitet. Denn so ein Schiff fährt nicht von alleine, die Motoren sind ständig in Betrieb. Zudem brauchen die 70 Personen an Bord Strom, Wasser und Heizung, und auch für unsere wissenschaftlichen Geräte benötigen wir spezielle technische Unterstützung.

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15 000 Liter Wasser für die Forschung – und es wird noch mehr!

Die niegelnagelneue CTD des ICBM wird ins Wasser gelassen. Mit tatkräftiger Unterstützung der Deck-Crew des Forschungsschiffs SONNE.
Die niegelnagelneue CTD des ICBM wird ins Wasser gelassen. Mit tatkräftiger Unterstützung der Deck-Crew des Forschungsschiffes SONNE. Auf dem Foto Frank Heibeck und Sascha Fischer.

Auf unserer Forschungsfahrt mit der SONNE kommt auch erstmals die niegelnagelneue CTD des ICBM zum Einsatz – mit Deutschlands größtem Kranzwasserschöpfer. Neben wertvollen Messwerten bringt die CTD in ihren 24 Flaschen Meerwasser aus verschiedenen Wassertiefen mit an Deck. Allerdings nicht nur „etwas“ Wasser, sondern bis zu 480 Liter bei jedem Einsatz!

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Sicherheit an Bord: Übung für den Ernstfall

Sicherheitsübung auf SONNE: Sammeln an Deck mit Rettungsweste, warmer Kleidung und Kopfbedeckung. Auf dem Bild von links: Gerrit Wienhausen, Helge-Ansgar Giebel, Meinhard Simon (Arbeitsgruppe Biologie Geologischer Prozesse, ICBM).
Sicherheitsübung auf SONNE: Sammeln an Deck mit Rettungsweste, warmer Kleidung und Kopfbedeckung. Auf dem Bild von links: Gerrit Wienhausen, Helge-Ansgar Giebel, Meinhard Simon (Biologie Geologischer Prozesse – Aquatische Mikrobielle Ökologie, ICBM).

Regelmäßig finden an Bord Sicherheitsübungen statt, damit im Notfall alle genau wissen, was wann und wie zu tun ist. Der Probealarm wird natürlich vorher angekündigt, trotzdem drängt der alles durchdringende Signalton zum schnellen Verlassen des Schiffsinneren. Dann heißt es: Ruhe bewahren, Rettungsweste holen und auf schnellstem Wege zur Sammelstelle an Deck.

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Labor-Arbeit auf See: Eine besondere Erfahrung

In den Laboren auf SONNE gibt es selbstverständlich auch Abzüge für Arbeiten mit Chemikalien, deren Dämpfe gesundheitsgefährdend sind. Auf diesem Bild arbeiten Mara Heinrichs und Beatriz Noriega (Forschungsgruppe für Marine Geochemie) mit Salzsäure. Auch unter dem Abzug muss alles gut festgeklebt oder angebunden sein, damit es bei stürmischer See nicht herumgewirbelt wird.
Auch unter dem Abzug muss alles gut festgeklebt oder angebunden sein, damit es bei stürmischer See nicht herumgewirbelt wird. Pipettieren bei Seegang ist übrigens eine ganz besondere Herausforderung! Auf dem Bild: Mara Heinrichs und Beatriz Noriega (Forschungsgruppe für Marine Geochemie).

Wir sind jetzt seit 15 Tagen an Bord der SONNE. Es fühlt sich so an, als wären wir schon eine Ewigkeit hier. Wir wissen, wo sich alles befindet und wir haben uns schon sehr gut an unsere meist schaukelnde Umgebung und unseren Arbeitsplatz gewöhnt. Aber das war nicht von Anfang an so …

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Leben geht auch ohne Sauerstoff…

Kulturgefäße mit sauerstofffreiem Medium. Bislang unbekannte Bakterien, die ohne Sauerstoff leben können, sollen sich unter sauerstofffreien Bedingungen vermehren, damit wir sie später genau untersuchen können.
Kulturgefäße mit sauerstofffreiem Medium. Bislang unbekannte Bakterien, die ohne Sauerstoff leben können, sollen sich unter sauerstofffreien Bedingungen vermehren, damit wir sie später genau untersuchen können.

Nicht nur wir WissenschaftlerInnen genießen in der arbeitsfreien Zeit die Sonne und Wärme am Äquator, die Mikroorganismen im Meer tun dies auch. Hier im äquatorialen Auftriebsgebiet wird ihr Wachstum durch den Zustrom nährstoffreichen Wassers aus der Tiefsee zusätzlich gefördert. Dies hat allerdings zur Folge, dass in bestimmten Wassertiefen der im Wasser gelöste Sauerstoff schneller aufgebraucht wird als er nachgeliefert wird.

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Äquator-Station: zwischen Süd & Nord, gestern & heute

Wo sind wir eigentlich? Bild vom Bordcomputer, das in allen Laboren live verfolgt werden kann. Der rote Punkt markiert die aktuelle Position von SONNE. Foto von Rohan Henkel (AG Sensorsysteme ICBM, Wilhemshaven; hier an Bord gehört er zum “Bio-optics” Team).
Wo sind wir eigentlich? Bild vom Bordcomputer, das in allen Laboren live verfolgt werden kann. Der rote Punkt markiert die aktuelle Position von SONNE. Foto von Rohan Henkel (AG Sensorsysteme ICBM, Wilhemshaven; hier an Bord gehört er zum “Bio-optics” Team).

Jetzt haben wir ihn endlich erreicht: den Äquator. Die Grenze zwischen Süd- und Nordhalbkugel bei 0° Nord und 0° Süd. Aber wir sind nicht irgendwo am Äquator, sondern genau dort, wo mit einem Schritt in die richtige Richtung das Heute zum Gestern werden kann und umgekehrt. Unsere Station befindet sich genau auf der Datumsgrenze bei 180° West und 180° Ost.

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Sendepause vom Pazifik ist beendet!

Futuna klein
Vor drei Tagen für lange Zeit zum letzten Mal Land in Sicht: Die Insel Futuna (Französisch-Polynesien).

Ich bin den interessierten Blog-BesucherInnen noch eine Erklärung schuldig für die lange Sendepause zwischen den letzten Blog-Einträgen. Wir durchfahren mit der SONNE zur Zeit so extrem entlegene Regionen des Pazifiks, dass wir sehr begrenzt (und wenn, dann nur sporadisch) ausreichend gute Netzverbindung haben, um den Blog zu füttern.

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Proben vom Meeresboden: „Oktopus Prime“ in Aktion

Proben vom Meeresboden in 4200 Metern Wassertiefe. Erster Tiefsee-Einsatz des MUCs namens
Proben vom Meeresboden in 4200 Metern Wassertiefe. Erster Tiefsee-Einsatz des MUCs namens „Oktopus Prime“.

Lange wurden sie mit Spannung erwartet: Die ersten Proben, die während dieser Fahrt vom Meeresboden an Deck kamen. Was die Spannung zusätzlich erhöht hat: Der Meeresboden lag an dieser Station in 4200 Metern Wassertiefe und es war der allererste Tiefsee-Einsatz des erst kurz vor der Fahrt vom ICBM angeschafften Probenahmegerätes.

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