All posts by Holger Freund

Das Mittelmeer unter der Lupe

Blogeintrag von Vanessa Fromme und Jan Ulber

Am zweiten Tag führte Holger uns vormittags bei der ersten Wanderung in die heimische Flora ein (Extrablogbeitrag). Am Nachmittag erfolgte der zweite Labortag. Nach einer Wiederholung prägnanter Arten des Hartbodens wurden verschiedene Organismen des Weich- und Sandbodens bestimmt. So konnten verschiedene Krebse, wie Einsiedlerkrebse, Muscheln, Schnecken, Borstenwürmer und Scaphopoda betrachtet werden.

Langarmkrabbe (Parthenope angulifrons)

Sehr interessant war hier der Anemoneneinsiedlerkrebs, der in Schneckengehäusen der Gattungen Gibbula und Naticarius lebt. Die Schneckengehäuse werden von der Mantelaktinie Adamsia palliata bewachsen, die das Gehäuse vollständig umwächst. So kann sich auf Dauer das ganze Gehäuse auflösen und beide Tiere leben in einer Symbiose miteinander.

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Der zweite Unterwassertag

Blogeintrag von Vanessa Fromme und Jan Ulber

Am ersten offiziellen Tag der Exkursion starteten wir unser Programm mit einem Schnorchelgang. Hierfür wurden drei Gruppen eingeteilt, die von Sven, Steffi und Rosanna geleitet wurden. Hierbei lernten wir etwas über typische Anemonen- und Algenarten und die Zonierung der Felsküste und ihre dominierenden Bewohner. Interessant war zum Beispiel die Pferdeaktinie (Actinia equina), die jedes Jahr nur an einer bestimmten Stelle gesichtet wird. Diese Anemone hat eine kaminrote Farbe und bewohnt die untere Gezeitenzone auf Felsen. Die Art kann sich bei Ebbe durch ihren hohen, wasserspeichernden Schleimgehalt und das zusätzliche Einziehen ihrer Tentakeln und Abrunden der Körperform schützen.

Rosanna erklärt die Zonierung der Felswand und die Studierenden lauschen interessiert, Vanessa Fromme, 2019
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Giglio – Wir kommen!

Blogeintrag von Vanessa Fromme und Jan Ulber

Freitag ging unsere Reise um 11 Uhr mit dem Bus von dem Campus Wechloy aus los. Nach ca. 23 Stunden Busfahrt erreichten wir am Samstag unseren letzten Stopp auf italienischem Festland – einen Supermarkt, bei dem die letzten „günstigen“ Einkäufe an Land getätigt werden konnten. Um 11 Uhr ging unsere Fähre auf die Insel Giglio. Während der Fährüberfahrt von Porto Santo Stefano nach Isola del Giglio mit der Gigliomare hatten wir einen schönen Ausblick auf das Festland und die umliegenden Inseln und auch die Ornithologen sind auf ihre Kosten gekommen. So konnten viele Mittelmeermöwen und Sturmtaucher gesichtet werden.

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Arrivederci Giglio!

Von Nelly Reckhaus und Yannik Heisel-Sure

Langsam geht die Zeit auf Giglio für uns zu Ende – heute ist der 7. und letzte Tag auf der Insel und somit auch das letzte Mal, dass wir von unserer Exkursion berichten werden. In den letzten zwei Tagen haben wir unsere Zeit damit verbracht, Daten für unsere Gruppen-Projekte zu sammeln, damit wir sie heute abschließend vorstellen konnten.

Bucht von Campese

Die Woche verging im Flug – angefangen hat alles mit der ca. 27 stündigen Busfahrt, bei der noch keiner wirklich ahnen konnte, wie viel Spaß wir haben würden. Doch heute sitzen wir an unserem freien Nachmittag hier und blicken mit Freude auf die vergangene Woche zurück, während wir diesen letzten Eintrag schreiben. Neben den Lehrveranstaltungen wurde uns auch bewusst, wie schnell man auf einer Exkursion neue Freundschaften knüpft – vielleicht ist es genau das, worauf es am Ende auch ankommt. Wir denken, dass wir für alle sprechen können, wenn wir sagen, dass unsere Fahrt super geplant und umgesetzt wurde und dass wir die Exkursion nur jedem ans Herz legen können. Denn von täglichen Wanderungen mit mediterraner Botanik, Schwimmen, Schnorcheln und dem gemeinsamen Ausklingen der Abende beim Grillen oder Pizza essen war alles dabei. Auch heute werden wir unseren letzten Abend in unserer Stammpizzeria „Da Tony“ ausklingen lassen.

Gemeinsames Beisammensein bei Tony

Schnorcheln satt – Bald wachsen Schwimmhäute

Von Rosanna Schöneich-Argent

Nachdem zu Beginn der Exkursion sowohl die Schnorchel-Anfänger als auch die Fortgeschrittenen einen ersten Eindruck der lokalen Unterwasser-Fauna bekommen hatten, nutzte so mancher die freien Abende, um auf eigene Faust und mit Boje ausgestattet die marinen Bewohner der Bucht von Campese erneut zu besuchen. Als es dann hieß „Leinen los – auf zur Allume Bucht!“ waren dementsprechend wieder alle mit von der Partie.

Lage der Allume-Bucht

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Botanisch, praktisch, gut!

Von Markus Prinz

Auch die Formenvielfalt und der Artenreichtum über Wasser sollten wir auf der Giglio Exkursion entdecken lernen. Um die verschiedenen mediterranen Lebensräume und ihre Besonderheiten kennen zu lernen, liefen wir mehrere spannende Wanderouten ab. Zuerst ging es über Stock und Stein die steilen Hänge des Punta gio della Chiusa, auf dessen Spitze Castello de Giglio thront, herauf. Auf dem Weg wurden auf vielen kleinen Stopps immer wieder die Arten links und rechts vom Weg gezeigt und wiederholt.

Pflanzen- und Geologiekunde

Milchfleckdistel

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Abenteuer Mittelmeer: Felix Austria

Von Margit Kagerer, Lena Engelmann (ICBM), Lisa-Maria Ohler & Tobias Ternus

Mit großer Vorfreude brachen wir, drei Master-Studenten des Fachbereiches Biosciences der Uni Salzburg, auf, um an einer meeresbiologischen Exkursion der Universität Oldenburg teil zu nehmen. Durchgeführt wurde diese auf der Insel Giglio, wahrscheinlich den meisten bekannt durch das Schiffsunglück der Costa Concordia, an der meeresbiologischen Station des IfmB. Gleich am ersten Tag konnten Weichkorallen, verschiedene Spezies von Echinodermen sowie Tunikaten, alle typische Bewohner des Hartbodens, bestaunt werden. Weiterhin wurden Rhodo-, Chloro- und Phaeophyta bestimmt, wobei ein sich darin versteckter Nacktkiemer, Flabellina affinis, unsere ungeteilte Aufmerksamkeit auf sich riss.

(Flabellina affinis)

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Willkommen auf Giglio: Schnorcheln und Entdecken!

Von  Nelly Reckhaus & Yannik Heisel-Sure

Dass das Wasser doch so kalt sein würde, hatten wir nicht erwartet, als wir mit der Fähre in den Hafen der mediterranen Insel Giglio einfuhren. Dies wurde uns jedoch direkt klar, als wir das erste Mal mit unserem Nassanzug und unserer Schnorchel Ausrüstung im Meer standen. Es war der erste Tag unserer Exkursion und direkt stand Schnorcheln auf dem Programm, was für viele von uns das erste Mal war. Die Vorfreude war dementsprechend groß und alle waren gespannt darauf, was es in der Bucht von Campese zu entdecken gibt.

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