{"id":1119,"date":"2018-02-26T18:47:01","date_gmt":"2018-02-26T16:47:01","guid":{"rendered":"http:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/?p=1119"},"modified":"2022-01-24T16:40:19","modified_gmt":"2022-01-24T14:40:19","slug":"plastik-und-das-fehlende-licht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/en\/plastik-und-das-fehlende-licht\/","title":{"rendered":"Plastik und das fehlende Licht"},"content":{"rendered":"\n<p>FS Heincke \u2013 HE503 (21. 2. \u2013 3. 3. 2018)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone wp-image-1123\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"http:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/HE503_01-300x225.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1123\" srcset=\"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/HE503_01-300x225.jpg 300w, https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/HE503_01-768x576.jpg 768w, https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/HE503_01-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption>Foto: T. Badewien<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Plastik und Licht &#8211; wie passt das denn zusammen? Eigentlich \u00fcberhaupt nicht. Doch an Bord der FS Heincke (Reise HE503) haben sich zw\u00f6lf WissenschaftlerInnen aus zwei verschiedenen Projekten zusammengefunden, wie sie unterschiedlicher nicht sein k\u00f6nnten: das Team Macroplastics, das sich mit Plastikm\u00fcll im Meer besch\u00e4ftigt, und das Team Coastal Ocean Darkening (COD), das untersucht, wie sich die Lichtverh\u00e4ltnisse unter Wasser im Laufe der letzten Jahrzehnte ver\u00e4ndert haben. Zusammen wollen wir entlang verschiedener Transekte l\u00e4ngs der K\u00fcste und in Richtung offene Nordsee Messungen durchf\u00fchren, um wertvolle Daten aus verschiedenen Wasserk\u00f6rpern zu sammeln. Diese Daten sind wichtig f\u00fcr die Bestandsaufnahme, die Modellierung und zuk\u00fcnftige Prognosen des jeweiligen Projekts.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone wp-image-1124\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"225\" height=\"300\" src=\"http:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/HE503_02-225x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1124\" srcset=\"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/HE503_02-225x300.jpg 225w, https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/HE503_02-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><figcaption>Foto: T. Badewien<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Bei perfekten Wind-, Wetter- und Seeverh\u00e4ltnissen konnten wir am Mittwochmorgen unsere 11-t\u00e4gige Heincke-Tour starten. Mit Kurs Richtung Westen (niederl\u00e4ndische Nordsee-K\u00fcste) trafen wir letzte Vorbereitung f\u00fcr die an den n\u00e4chsten Tagen anstehenden Stationsarbeiten. Die Bedingungen konnten nicht besser f\u00fcr die erste wichtige Aktion der Reise sein: Das Ausbringen einer Verankerung auf der 10-m-Linie, 2,5 km n\u00f6rdlich der Insel Spiekeroog. Daran sind Sensoren angebracht, die f\u00fcr vier Wochen die dortigen Str\u00f6mungs- und Wellenverh\u00e4ltnisse erfassen, bevor wir die Verankerung wieder bergen. Diese Daten sollen dann als Vergleichsdaten zu einem derzeit auf Spiekeroog angebrachten Wellenradar dienen. Zusammen helfen die Sensoren den WissenschaftlerInnen des ICBM die Str\u00f6mungen und das Wellenfeld im K\u00fcstenbereich zu modellieren, um Bewegungsmuster von Plastikm\u00fcll in der Nordsee vorhersagen zu k\u00f6nnen. Die Daten flie\u00dfen in die Arbeiten des vom MWK-Niedersachen gef\u00f6rderten Projekts \u201eMacroplastics Pollution in the Southern North Sea &#8211; Sources, Pathways and Abatement Strategies (Macroplastics)\u201c ein.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Weiterfahrt zur ersten Station westlich von Texel\/Niederlande, haben wir von Deck aus die Meeresoberfl\u00e4che nach m\u00f6glichen vorbeischwimmenden Plastikteilen beobachtet. Nach den ersten Mesungen, die wir nun seit Donnerstag durchf\u00fchren konnten, wurde das Team zunehmend routinierter in den Stationsabl\u00e4ufen und Aufgaben, die w\u00e4hrenddessen und anschlie\u00dfend zu erledigen sind. Dazu z\u00e4hlen im Macroplatics Team, neben den Beobachtungen der Meeresoberfl\u00e4che, auch die Suche von Plastik am Meeresboden. Dies geschieht \u00fcber das Schleppen von Baumkurrennetzen. Vor allem bei den Netzz\u00fcgen am Boden wurden wir bisher immer f\u00fcndig. Dabei machten Nylonf\u00e4den, sogenannte \u201eDolly Ropes\u201c, sowohl an der Oberfl\u00e4che als auch am Grund den Gro\u00dfteil unserer Funde aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Stationsarbeiten des COD-Projekts umfassen die Bestimmung der Sichttiefe und Wasserfarbe mit der Secchi-Scheibe und der Forel-Ule Skala \u2013 historisch gut erprobte Messmethoden. Zus\u00e4tzlich werden Sensoren zur Messung der Lichtverf\u00fcgbarkeit in der Wassers\u00e4ule eingesetzt und neue bio-optische Ger\u00e4te erprobt. Zum Abgleich der bio-optischen Sensoren werden Wasserproben aus verschiedenen Tiefen entnommen und im Labor aufbereitet. Dabei entnehmen wir z.B. Proben f\u00fcr Chlorophyll a, Phytoplankton oder Schwebstoffe. Der Hintergrund des COD-Projekts ist die Abnahme der generellen Lichtverf\u00fcgbarkeit im Ozean. K\u00fcstengebiete sind bei den bestehenden Forschungen aber weitgehend unber\u00fccksichtigt geblieben. Die gewonnenen Daten sollen sp\u00e4ter in mathematische Modelle einflie\u00dfen, um Vorhersagen bez\u00fcglich der Lichtverf\u00fcgbarkeit im K\u00fcstenbereich f\u00fcr die Zukunft machen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mehr Infos \u00fcber die beiden Projekte gibt es hier:<\/p>\n\n\n\n<p>Macroplastics: <a href=\"https:\/\/www.icbm.de\/verbundprojekte\/macroplastics\/\">https:\/\/www.icbm.de\/verbundprojekte\/macroplastics\/<\/a> ;<\/p>\n\n\n\n<p>COD: <a href=\"http:\/\/www.icbm.de\/cod\/\">http:\/\/www.icbm.de\/cod\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Viele Gr\u00fc\u00dfe von FS Heincke!<\/p>\n\n\n\n<p>Diesen Blog-Beitrag haben erstellt: Daniela Meier, Alexandra Schlenker, Lena Engelmann<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>FS Heincke \u2013 HE503 (21. 2. \u2013 3. 3. 2018) Plastik und Licht &#8211; wie passt das denn zusammen? Eigentlich \u00fcberhaupt nicht. 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