{"id":2883,"date":"2022-05-12T04:50:46","date_gmt":"2022-05-12T02:50:46","guid":{"rendered":"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/?p=2883"},"modified":"2022-05-12T04:56:16","modified_gmt":"2022-05-12T02:56:16","slug":"der-fuchs-im-labor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/en\/der-fuchs-im-labor\/","title":{"rendered":"Der Fuchs im Labor"},"content":{"rendered":"\n<p>von Ruth Supka &#8211; 12 Mai 2022<\/p>\n\n\n<p><strong>Kleiner Fuchs auf gro\u00dfer Forschungsfahrt \u2013 ein Blogeintrag f\u00fcr Kinder<\/strong><\/p>\n<p>Ein kleiner Fuchs ist zusammen mit 34 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und 31 Crewmitgliedern auf dem Forschungsschiff Sonne unterwegs. Vor dieser Reise hat der Fuchs die Grundschule in Husum bei Nienburg\/Weser besucht und versprochen, den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern von seinen Eindr\u00fccken und Erlebnissen zu berichten.<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_2878\" aria-describedby=\"caption-attachment-2878\" style=\"width: 848px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2878\" src=\"http:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Kern_oeffnen.gif\" alt=\"\" width=\"848\" height=\"480\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2878\" class=\"wp-caption-text\">Ein Kern wurde aufgeschnitten und wird ge\u00f6ffnet, das Sediment wird sichtbar &#8211; SO290 G. Winckler (CC BY 4.0)<\/figcaption><\/figure>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>In den Laboren des Schiffes herrscht heute reges Treiben. Die Kerne mit dem Sediment, welche der Fuchs zugeschnitten hat, werden heute ge\u00f6ffnet und untersucht. Als der Fuchs das Labor am Ende des Schiffes betritt, werden ihm Ohrensch\u00fctzer aufgesetzt. Die soll er zur Sicherheit tragen, denn hier drinnen wird es richtig laut! Mit einer S\u00e4ge werden die Rohre der L\u00e4nge nach aufgeschnitten, damit man sie aufklappen und hineinsehen kann. Sie werden auf einem gro\u00dfen Tisch abgelegt und jetzt ganz genau betrachtet.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2882\" aria-describedby=\"caption-attachment-2882\" style=\"width: 332px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-2882\" src=\"http:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Kernbeschreibung_C.Riesselman.jpeg\" alt=\"\" width=\"332\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Kernbeschreibung_C.Riesselman.jpeg 1024w, https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Kernbeschreibung_C.Riesselman-768x576.jpeg 768w, https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Kernbeschreibung_C.Riesselman-640x480.jpeg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 332px) 100vw, 332px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2882\" class=\"wp-caption-text\">Der Kern wird gemeinsam beschrieben und es werden Proben des Sediments genommen \u2013 SO290<br \/>C. Riesselman (CC BY 4.0)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Auf den ersten Blick sieht der Fuchs nur viel grauen Schlamm. Auch als die Oberfl\u00e4che ganz glattgestrichen wird, wei\u00df er noch nicht genau wonach hier alle suchen! Er beobachtet die anderen: Manche zerreiben ein wenig Sediment zwischen ihren Fingern. Der Fuchs versucht das gleiche zwischen seinen Pfoten. Erst im Vergleich merkt er einen Unterschied: Das Sediment vom unteren Ende des Kerns bildet kleine R\u00f6llchen zwischen den Fingern, wenn man es reibt. Daran kann man erkennen, wie klein die K\u00f6rner in dem Sediment sind, wird ihm erkl\u00e4rt. Die Unterschiede sind sehr klein, deswegen schaut der Fuchs jetzt noch einmal genauer hin. Die Farben unterscheiden sich ein klein wenig. An einer Stelle sieht man eine Schicht aus Sand. Auch der Geruch wird beschrieben. Dieses Sediment riecht nur nach Meer.<\/p>\n<p>Wozu denn das Ganze? Wie bringt uns das alles weiter? Der Fuchs ist ratlos. Aber wie immer wird er schnell aufgekl\u00e4rt: Je nachdem wie das Klima ist, ver\u00e4ndert sich auch das Meer mit seinen Bewohnern, Pflanzen und Str\u00f6mungen. St\u00e4ndig sinken Sedimente, Pflanzen und die \u00dcberreste von Tieren auf den Meeresgrund. Sie werden dort abgelagert und k\u00f6nnen im Sediment wiedergefunden werden. \u00a0Wenn man sie sich anschaut, kann man verstehen, wie sich die Temperaturen vor Millionen von Jahren auf der Erde ver\u00e4ndert haben.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2879\" aria-describedby=\"caption-attachment-2879\" style=\"width: 383px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-2879\" src=\"http:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Fuchs_Mikroskop-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"383\" height=\"255\" srcset=\"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Fuchs_Mikroskop-scaled.jpg 2560w, https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Fuchs_Mikroskop-2000x1333.jpg 2000w, https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Fuchs_Mikroskop-768x512.jpg 768w, https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Fuchs_Mikroskop-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Fuchs_Mikroskop-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Fuchs_Mikroskop-640x427.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 383px) 100vw, 383px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2879\" class=\"wp-caption-text\">Der Fuchs und Christina schauen sich die Sediment-Proben durchs Mikroskop an \u2013 SO290. R. Supka (CC BY 4.0)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Alles kann man aber nicht mit dem blo\u00dfen Auge erkennen. Emma und Christina kommen vorbei, um Proben von dem Sediment zu nehmen. Emma kommt aus Gro\u00dfbritannien und Christina aus Neuseeland. Sie arbeiten in der Mikropal\u00e4ontologie. Das hei\u00dft, dass sie mit Mikroskopen untersuchen, welche (sehr, sehr kleinen) Fossilien in den Sedimenten sind. Da m\u00f6chte der Fuchs unbedingt mitmachen! Er l\u00e4uft ihnen hinterher in ein weiteres Labor.<\/p>\n<p>Hier stehen die zwei Mikroskope, an denen die beiden arbeiten. Sie sind gr\u00f6\u00dfer als der Fuchs selbst und man kann mit ihnen tausendmal n\u00e4her schauen als nur mit den Augen. Auch der Fuchs darf mal durch das Mikroskop schauen. Erst sieht er nur viel Licht. Eine Lampe leuchtet von unten die Sedimentprobe an, damit man etwas erkennen kann. Emma hilft dem Fuchs das Bild scharf zu stellen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2881\" aria-describedby=\"caption-attachment-2881\" style=\"width: 283px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-2881\" src=\"http:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Diatoms.jpg\" alt=\"\" width=\"283\" height=\"378\" srcset=\"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Diatoms.jpg 768w, https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Diatoms-640x853.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 283px) 100vw, 283px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2881\" class=\"wp-caption-text\">Der Blick durchs Mikroskop: Eine Foraminifere (rot) und eine Diatomee (blau) &#8211; SO290<br \/>C. Riesselman (CC BY 4.0)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Jetzt kann er viele verschiedene Dinge unter dem Mikroskop erkennen. Sie sind klein und rund oder l\u00e4nglich, liegen nebeneinander und \u00fcbereinander. Es sieht alles sehr durcheinander aus. Aber Emma und Christina k\u00f6nnen ihm einzelne Dinge zeigen, nach denen sie suchen. Ein Haufen aus kleinen Kreisen nennen sie Foraminifere. Das ist ein Einzeller, der eine Kalkschale bildet. Das klingt erstmal sehr kompliziert, aber sie erkl\u00e4ren ihm, dass es der Panzer eines winzigen Tieres ist. Die gr\u00f6\u00dften waren gerade mal so gro\u00df wie ein Sandkorn. Rechts daneben ist eine l\u00e4ngliche Form zu erkennen. Eine Art einer Kieselalge (Christina sagt: Diatomee). Das ist kein Tier, sondern eine Pflanze, genau genommen eine Alge. Diese genaue Art w\u00e4chst nur, wenn die Temperaturen niedriger sind. Wie zum Beispiel w\u00e4hrend einer Eiszeit oder im S\u00fcdpolarmeer.<\/p>\n<p>Von den lateinischen Namen raucht dem Fuchs der Kopf, aber jetzt wei\u00df er, wozu dieser ganze Aufwand n\u00f6tig war! An den Sedimenten k\u00f6nnen die Wissenschaftler also ablesen, wie vor langer, langer Zeit das Klima war. Wenn man wei\u00df, wie sich das Klima fr\u00fcher ver\u00e4ndert hat, hilft das, um zu verstehen, wie es sich heute \u00e4ndern kann. Man kann aus der Vergangenheit \u00fcber unsere Gegenwart und Zukunft lernen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Ruth Supka &#8211; 12 Mai 2022 Kleiner Fuchs auf gro\u00dfer Forschungsfahrt \u2013 ein Blogeintrag f\u00fcr Kinder Ein kleiner Fuchs ist zusammen mit 34 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und 31 Crewmitgliedern&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":24,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11,1],"tags":[],"class_list":["post-2883","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-fs-sonne","category-home","entry"],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"2.12.2","language":"en","enabled_languages":["de","en"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"en":{"title":false,"content":false,"excerpt":false}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2883","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/24"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2883"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2883\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2885,"href":"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2883\/revisions\/2885"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2883"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2883"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2883"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}