{"id":826,"date":"2017-04-12T11:34:40","date_gmt":"2017-04-12T09:34:40","guid":{"rendered":"http:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/?p=826"},"modified":"2017-04-18T09:17:24","modified_gmt":"2017-04-18T07:17:24","slug":"milan-die-letzte-woche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/en\/milan-die-letzte-woche\/","title":{"rendered":"MILAN-die letzte Woche"},"content":{"rendered":"<p>Wetterbedingt wurde die Nachtfahrt vom Donnerstag (6.04.) auf das Wochenende verschoben. So brachen wir samstagfr\u00fch mit der Otzum zur n\u00e4chsten 24st\u00fcndigen Probennahme auf.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Um die Wasserproben direkt bearbeiten zu k\u00f6nnen, \u00a0wurden auch auf der kleineren Otzum die Filtrationsanlagen aufgebaut. Nicht etwa um sauberes Meerwasser zu erhalten. Brandy Robinson von ICBM Wilhelmshaven und Birthe Zaencker vom Geomar Institut Kiel interessieren sich f\u00fcr das, was von dem Filter zur\u00fcckgehalten wird:<\/p>\n<p>Transparente, gelartige Substanzen, die vor allem von Stoffwechselprodukten des Phytoplanktons gebildet werden. Das sogenannte TEP (Transparent Exopolymer Particles) wird eingef\u00e4rbt und sp\u00e4ter im Labor vom Filter getrennt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_829\" aria-describedby=\"caption-attachment-829\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-829\" src=\"http:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/DSCN36021-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/DSCN36021-300x225.jpg 300w, https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/DSCN36021-768x576.jpg 768w, https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/DSCN36021-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-829\" class=\"wp-caption-text\">Filtration auf der Otzum\u00a0(Foto: Nur Ili Hamizah Mustaffa)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Untersuchung mit dem Spektrophotometer wird dann dar\u00fcber aufkl\u00e4ren wie viel dieser Substanzen wo und zu welchem Zeitpunkt vorhanden waren. \u201eZu vermuten ist, dass das TEP im Oberfl\u00e4chenfilm angereichert ist, dort wo wir gew\u00f6hnlich auch gr\u00f6\u00dfere Mengen an Phytoplankton finden. &#8220;Vielleicht sehen wir aber auch Unterschiede zwischen Tag und Nacht und Zusammenh\u00e4nge mit anderen Parametern&#8221;, so Brandy.<\/p>\n<p>Ein Wort, dem man in den letzten Tagen auch h\u00e4ufig begegnete war \u201eSurfactants\u201c (surface active compounds). Darunter versteht man oberfl\u00e4chenaktive Stoffe, die sich aufgrund ihres chemischen Aufbaus an der Oberfl\u00e4che und somit im Oberfl\u00e4chenfilm anreichern. Diese Stoffe sind z.B. aus Waschmitteln bekannt, werden aber auch nat\u00fcrlich z.B. von Mikroorganismen produziert, Surfactants k\u00f6nnen den Gasaustausch zwischen Ozean und Atmosph\u00e4re reduzieren. Deshalb sind wir an ihren Konzentrationen im Meerwasser besonders interessiert. Die Messung dieser Stoffe erfolgt mit empfindlichen, elektrochemischen Messger\u00e4ten. Das Milan-Projekt wurde ebenfalls dazu genutzt, die Messungen dreier Instrumente miteinander zu vergleichen. Philippa Rickard von der Newcastle University in England und Sanja Frka vom Ruder Bo\u0161kovi\u0107 Institut in Zagreb, Kroatien haben daf\u00fcr ihr Messger\u00e4t mitgebracht. Ili Mustaffa vom ICBM Wilhelmshaven konnte ihrs an seinem Platz lassen. Die Messung erfolgt direkt an dem Meerwasser, welches w\u00e4hrend der Zyklen gesammelt wurde. Die Ergebnisse des Vergleiches stehen noch aus, werden aber hoffentlich f\u00fcr eine bessere Vergleichbarkeit der Ergebnisse sorgen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_828\" aria-describedby=\"caption-attachment-828\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-828\" src=\"http:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Sanja-surf-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Sanja-surf-300x225.jpg 300w, https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Sanja-surf-768x576.jpg 768w, https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Sanja-surf-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-828\" class=\"wp-caption-text\">Sanja misst Surfactants im Labor\u00a0(Foto: Nur Ili Hamizah Mustaffa)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Am Montagmittag kamen schlie\u00dflich alle Teilnehmer und Unterst\u00fctzer von MILAN beim Grillen zusammen. Trotz des norddeutschen Wetters war die Stimmung sehr gut und das Essen lecker.<\/p>\n<figure id=\"attachment_830\" aria-describedby=\"caption-attachment-830\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-830\" src=\"http:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Adam_BBQ-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Adam_BBQ-300x225.jpg 300w, https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Adam_BBQ-768x576.jpg 768w, https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Adam_BBQ-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-830\" class=\"wp-caption-text\">Adam sorgt f\u00fcr die Verpflegung\u00a0(Foto: Nur Ili Hamizah Mustaffa)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nachdem die Wettervorhersage f\u00fcr die zweite Woche die Hoffnungen auf eine weitere Ausfahrt minimierte, beschlossen wir die Probennahme im Hafen fortzusetzen um einen weiteren Tag-Nacht-Zyklus durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>In den letzten zwei Wochen waren viele Teilnehmer\/innen rund um die Uhr besch\u00e4ftigt und haben immense Arbeit geleistet! Dabei ist die Gruppe zusammengewachsen und hat gemeinsam viele interessante Daten gesammelt. Die Aufgabe in den n\u00e4chsten Wochen und Monaten wird nun sein, die Ergebnisse auszuwerten bzw. die mitgenommenen Proben zu analysieren. Ende diesen Jahres, so ist der Plan, kommt die Gruppe erneut zusammen um Daten auszutauschen, diese multidisziplin\u00e4r auszuwerten und so ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Eigenschaften der Meeresoberfl\u00e4che in Abh\u00e4ngigkeit von Tag und Nacht zu bekommen. Daraus erhoffen wir uns weitere Erkenntnisse wie der die Meeresoberfl\u00e4che den Austausch von Gasen und Aerosolen \u00a0zwischen dem Meer und der Atmosph\u00e4re beeinflusst.<\/p>\n<p>Nach vielen Abschieden in den letzten Tagen freuen wir uns schon auf das Wiedersehen!<\/p>\n<p>An dieser Stelle m\u00f6chten wir uns bei allen Personen, die MILAN m\u00f6glich gemacht haben, bedanken! Dazu geh\u00f6ren nat\u00fcrlich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ohne die das Projekt gar nicht m\u00f6glich gewesen w\u00e4re. Ein besonderer Dank gilt Mariana Ribas Ribas und Christian Stolle, die die Organisation des Projekts erfolgreich \u00fcbernommen haben. Zudem wurde uns hier vor Ort von den\u00a0Mitarbeitern der Werkstatt im ICBM, Helmo Nicolai, Gerrit Behrens und Waldemar Siewert, sehr geholfen &#8211; egal ob noch schnell etwas gebaut werden musste oder am Wochenende spontan eine Ausfahrt anstand. Dies gilt auch f\u00fcr Uwe Ebensen und Heike Scheele, die sich darum gek\u00fcmmert haben, dass im Institut alles funktionierte und immer eine offene T\u00fcr hatten. Au\u00dferdem danken wir allen Mitarbeiter\/innen des ICBM Wilhelmshaven f\u00fcr ihre Geduld w\u00e4hrend des regen Betriebes, Dem Senckenberg-Institut f\u00fcr die Bereitstellung des FK Senckenberg, der Crew des Senckenberg f\u00fcr die tolle Zusammenarbeit und den Kapit\u00e4nen der Otzum und der Zephyr (Erich, Helmut und Julius), die uns auch nachts sicher durch die Jade gefahren haben. F\u00fcr die finanzielle Unterst\u00fctzung bedanken wir uns beim ERC Grants von Oliver Wurl, dem Projekt PASSME und der Carl-von-Ossietzky-Universit\u00e4t Oldenburg.<\/p>\n<p>(verfasst von Michaela Haack und Hanne Banko-Kubis)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wetterbedingt wurde die Nachtfahrt vom Donnerstag (6.04.) auf das Wochenende verschoben. So brachen wir samstagfr\u00fch mit der Otzum zur n\u00e4chsten 24st\u00fcndigen Probennahme auf.<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[129],"tags":[],"class_list":["post-826","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-fs-senckenberg","entry"],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"2.12.2","language":"en","enabled_languages":["de","en"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"en":{"title":false,"content":false,"excerpt":false}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/826","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=826"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/826\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":877,"href":"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/826\/revisions\/877"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=826"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=826"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/icbm-auf-see.uni-oldenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=826"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}