ICBM on TourPosition
Wochenbericht

Halo dari Bangka!

11.03.20

Der frühe Vogel fängt den Wurm! Studierende hingegen sammeln bereits fleißig Plastik aus dem Meer und messen Chlorophyllwerte der Symbionten von Korallen und Schwämmen. Nach dem leckeren Frühstück wird nämlich bereits die stehts nasse Schnorchelkleidung angezogen. Mit Transektbändern im Gepäck wird sich auf den Weg zum hauseigenen Steg begeben, um die Forschungsarbeiten weiterzuführen. Leicht erschöpft wird anschließend Literatur gewälzt und Bilder ausgewertet. Dabei bieten Hängematten und Sofas den optimalen Arbeitsplatz mit Meerblick. Nach einem italienisch-indonesischem Pastagericht finden viele den Weg zurück ins Wasser. Der Höhepunkt des Tages findet aber tatsächlich erst statt, nachdem sich Sonne und Meer küssen. Ausgestattet mit Taschenlampen und Kameras bekommen wir während des zweiten Nachtschnorchelgangs auch die nachtaktiven Riffbewohner zu Gesicht. Dank einer Blaulichtlampe werden die Algen in Korallen und Schwämmen zum Fluoreszieren gebracht. Besonders die Korallengattungen Isopora und Galaxea leuchten in knalligen Neonfarben. Weitere Highlights sind Seeigel, schlafende Papageienfische und Blaupunktrochen. Nach dem dritten Tauchgang an diesem Tag hilft der Kaffee nach dem Abendessen nicht mehr viel. Die Kapazitäten für soziale Interaktionen sind bei vielen an diesem Abend erschöpft.

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Wir haben das Paradies gefunden

09.03.20

Nach einem gebührenden Abschied von Bunaken treten wir ausgeruht und erholt die Reise nach Bangka an.

Am Morgen geht es mit dem Boot und dem ganzen Gepäck zurück nach Manado, wo wir am Hafen von Taxis abgeholt werden. Nach einem Zwischenstopp in der Mall, um unsere Vorräte aufzufüllen, fahren wir weiter zum Hafen. Von dort setzen wir mit dem Boot zum Coral Eye über. Schon von Weitem kann man den wunderschönen Strand mit dem Steg erkennen. Dort empfangen uns die Hotelbetreiber und geben uns eine kleine Tour durch die Anlage.

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Die letzten zwei Tage auf Bunaken

07.03.20
Nach einer leicht stürmischen Nacht und einigen überschwemmten Badezimmern wurde beim Frühstück kurz diskutiert, ob die morgendliche Ausfahrt stattfinden kann. So gegen halb 9 sind wir bei strahlend grauem Himmel dann doch gestartet, um unsere ersten Transekte aufzunehmen. Durch den gedrehten Wind konnten wir einen neuen Schnorchelplatz auf der anderen Seite der Insel besuchen, der uns durch seine hohe Diversität die grauen Umstände schnell vergessen ließ. Die verschiedenen Gruppen haben unterschiedliche Methoden angewandt, um die Diversität entsprechend ihres Fokusses aufzunehmen. Bei der Korallengruppe wurden 3 Transekte untersucht von jeweils 12,5m, wobei die verschiedenen Arten durch Artenkenntnis auf Schreibtafeln und bei Unklarheiten durch Fotografie festgehalten wurden. Nachdem die meisten Transekte innerhalb von 2 Stunden erfolgreich aufgenommen werden konnten, ging es wieder zurück an Land. Erschöpft schleppten wir uns die Treppen zum Restaurant hoch und wurden mit köstlichem Mittagessen empfangen.

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Korallenriffexkursion- Spezialgruppen

Donnerstag 05.03.20 Aufteilung in Fachgebiete

Heute beginnt der Tag mit strahlendem Sonnenschein und einem klaren Blick auf den Vulkan sowie die umgebenden Inseln. Dies motiviert alle besonders wieder schnorcheln zu gehen. Die neuen Spots, die wir uns heute angucken, sind Mandoline und Tengah. Nachdem wir uns gestern Abend schon entschieden haben, in welchem Teil der Korallenriffökologie (Fische, Korallen oder andere Invertebraten) wir unser Wissen vertiefen wollen, gehen wir heute getrennt in den drei Gruppen ins Wasser. Beim Schnorcheln finden wir wieder viele neue Arten, die wir fotografieren, um sie nachmittags zu bestimmen. Die Invertebraten Gruppe findet einige Nudibranchia, die eingesammelt werden, um sie später noch einmal genauer zu betrachten bevor sie wieder ins Riff gebracht werden.

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Korallenriffexkursion 2020

Montag, 02.03.2020 – Ankunft auf Bunaken

Das Abenteuer beginnt. Gegen 16 Uhr trifft sich der Großteil der Gruppe, welche sich aus 17 Studierenden und vier Betreuenden (Prof. Dr. Peter Schupp, Dr. Mareen Möller , Dr. Miriam Reverter und Dr. Sven Rohde) zusammensetzt, am Hafen von Manado und wird dort von einem Boot des Panorama Backpackers, unsere Unterkunft für die erste Woche, abgeholt. Es regnet schon den ganzen Tag und dementsprechend ist die Sicht auf dem Wasser gering.

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Das Mittelmeer unter der Lupe

Blogeintrag von Vanessa Fromme und Jan Ulber

Am zweiten Tag führte Holger uns vormittags bei der ersten Wanderung in die heimische Flora ein (Extrablogbeitrag). Am Nachmittag erfolgte der zweite Labortag. Nach einer Wiederholung prägnanter Arten des Hartbodens wurden verschiedene Organismen des Weich- und Sandbodens bestimmt. So konnten verschiedene Krebse, wie Einsiedlerkrebse, Muscheln, Schnecken, Borstenwürmer und Scaphopoda betrachtet werden.

Langarmkrabbe (Parthenope angulifrons)

Sehr interessant war hier der Anemoneneinsiedlerkrebs, der in Schneckengehäusen der Gattungen Gibbula und Naticarius lebt. Die Schneckengehäuse werden von der Mantelaktinie Adamsia palliata bewachsen, die das Gehäuse vollständig umwächst. So kann sich auf Dauer das ganze Gehäuse auflösen und beide Tiere leben in einer Symbiose miteinander.

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Der zweite Unterwassertag

Blogeintrag von Vanessa Fromme und Jan Ulber

Am ersten offiziellen Tag der Exkursion starteten wir unser Programm mit einem Schnorchelgang. Hierfür wurden drei Gruppen eingeteilt, die von Sven, Steffi und Rosanna geleitet wurden. Hierbei lernten wir etwas über typische Anemonen- und Algenarten und die Zonierung der Felsküste und ihre dominierenden Bewohner. Interessant war zum Beispiel die Pferdeaktinie (Actinia equina), die jedes Jahr nur an einer bestimmten Stelle gesichtet wird. Diese Anemone hat eine kaminrote Farbe und bewohnt die untere Gezeitenzone auf Felsen. Die Art kann sich bei Ebbe durch ihren hohen, wasserspeichernden Schleimgehalt und das zusätzliche Einziehen ihrer Tentakeln und Abrunden der Körperform schützen.

Rosanna erklärt die Zonierung der Felswand und die Studierenden lauschen interessiert, Vanessa Fromme, 2019
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Giglio – Wir kommen!

Blogeintrag von Vanessa Fromme und Jan Ulber

Freitag ging unsere Reise um 11 Uhr mit dem Bus von dem Campus Wechloy aus los. Nach ca. 23 Stunden Busfahrt erreichten wir am Samstag unseren letzten Stopp auf italienischem Festland – einen Supermarkt, bei dem die letzten „günstigen“ Einkäufe an Land getätigt werden konnten. Um 11 Uhr ging unsere Fähre auf die Insel Giglio. Während der Fährüberfahrt von Porto Santo Stefano nach Isola del Giglio mit der Gigliomare hatten wir einen schönen Ausblick auf das Festland und die umliegenden Inseln und auch die Ornithologen sind auf ihre Kosten gekommen. So konnten viele Mittelmeermöwen und Sturmtaucher gesichtet werden.

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Abreise

Erschöpft aber glücklich blicken wir alle auf die vergangenen Wochen.

Von den anfangs noch allgemeinen Ausfahrten ans fantastische Riff von Bunaken, bis hin zu den Projekten und Experimenten in Expertengruppen auf Bangka. Wir haben sehr viel neues gelernt und eine Menge Erfahrungen in der Feldarbeit und der Organismenbestimmung gesammelt.

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Die letzten Tage auf Bangka

Den vorletzten Tag starteten einige kurzweilig mit der Weiterarbeit der Projekte. Anschließend ging es auch schon bald mit dem Boot weiter zur gemeinsamen Schnorchelexpedition. Dabei erkundeten wir die Mystik der verlassenen Austernanlage im Wasser, aber auch an Land. Dort entdeckten wir unter anderem viele verschiedene Nacktschneckenarten, alte Gehäuse von Seeigeln und auch Seeigel, die sich tagsüber von ihrer besten Seite zeigten. Nach dem Mittagessen ging es wieder gestärkt an die jeweiligen Projekte.

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