Giglio (Italien) 2019Position
Wochenbericht

Das Mittelmeer unter der Lupe

Blogeintrag von Vanessa Fromme und Jan Ulber

Am zweiten Tag führte Holger uns vormittags bei der ersten Wanderung in die heimische Flora ein (Extrablogbeitrag). Am Nachmittag erfolgte der zweite Labortag. Nach einer Wiederholung prägnanter Arten des Hartbodens wurden verschiedene Organismen des Weich- und Sandbodens bestimmt. So konnten verschiedene Krebse, wie Einsiedlerkrebse, Muscheln, Schnecken, Borstenwürmer und Scaphopoda betrachtet werden.

Langarmkrabbe (Parthenope angulifrons)

Sehr interessant war hier der Anemoneneinsiedlerkrebs, der in Schneckengehäusen der Gattungen Gibbula und Naticarius lebt. Die Schneckengehäuse werden von der Mantelaktinie Adamsia palliata bewachsen, die das Gehäuse vollständig umwächst. So kann sich auf Dauer das ganze Gehäuse auflösen und beide Tiere leben in einer Symbiose miteinander.

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Der zweite Unterwassertag

Blogeintrag von Vanessa Fromme und Jan Ulber

Am ersten offiziellen Tag der Exkursion starteten wir unser Programm mit einem Schnorchelgang. Hierfür wurden drei Gruppen eingeteilt, die von Sven, Steffi und Rosanna geleitet wurden. Hierbei lernten wir etwas über typische Anemonen- und Algenarten und die Zonierung der Felsküste und ihre dominierenden Bewohner. Interessant war zum Beispiel die Pferdeaktinie (Actinia equina), die jedes Jahr nur an einer bestimmten Stelle gesichtet wird. Diese Anemone hat eine kaminrote Farbe und bewohnt die untere Gezeitenzone auf Felsen. Die Art kann sich bei Ebbe durch ihren hohen, wasserspeichernden Schleimgehalt und das zusätzliche Einziehen ihrer Tentakeln und Abrunden der Körperform schützen.

Rosanna erklärt die Zonierung der Felswand und die Studierenden lauschen interessiert, Vanessa Fromme, 2019
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Giglio – Wir kommen!

Blogeintrag von Vanessa Fromme und Jan Ulber

Freitag ging unsere Reise um 11 Uhr mit dem Bus von dem Campus Wechloy aus los. Nach ca. 23 Stunden Busfahrt erreichten wir am Samstag unseren letzten Stopp auf italienischem Festland – einen Supermarkt, bei dem die letzten „günstigen“ Einkäufe an Land getätigt werden konnten. Um 11 Uhr ging unsere Fähre auf die Insel Giglio. Während der Fährüberfahrt von Porto Santo Stefano nach Isola del Giglio mit der Gigliomare hatten wir einen schönen Ausblick auf das Festland und die umliegenden Inseln und auch die Ornithologen sind auf ihre Kosten gekommen. So konnten viele Mittelmeermöwen und Sturmtaucher gesichtet werden.

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