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08.03.2018 Projektarbeit und Mangroven

Am heutigen Vormittag wurden in Kleingruppen verschiedene individuelle Projekte bearbeitet. Beispielsweise wurden Interaktionen zwischen Schwämmen und Fischen observiert, um zu dokumentieren ob das durch die Schwämme produzierte partikuläre organische Material nicht nur eine wichtige Nahrungsquelle für Invertebraten, sondern auch für bestimmte Fische darstellt. Dazu wurden Videos du Fotos aufgenommen, sowie Fraß-Interaktionen quantifiziert.

Der Doktorfisch (Acanthurus pyroferus) frisst das partikuläre organische Material von der Oberfläche eines Schwammes.

Am Nachmittag wurde eine Schnorchelausfahrt in die westlich vom Coral Eye gelegenen Mangroven durchgeführt. Unter anderem konnten dort einige Invertebraten wie Schwämme, Seescheiden und Seegurken, aber auch viele verschiedene Fischarten im Schutz der Mangroven beobachtet werden. Außerdem wurde eine Seeschlange sowie mehrere Stachelrochen gesichtet. Ein weiteres Highlight war die Sichtung von Steinkorallen der Gattung Porites u.a. die sich an den Mangrovenwurzeln angesiedelt haben. Leider mussten wir aber feststellen, dass auch die Mangroven nicht von der Verschmutzung mit Plastikabfällen verschont werden.

Blaupunktrochen (Taeniura lymma) in den Mangroven
Porites Koralle auf den Mangroven Wurzeln
Kardinalbarsch (Sphaeramia orbicularis) zwischen Mangrovenwurzeln
Rotfeuerfisch (Pterois volitans) nutzt das Licht der Lampen beim Nachtschnorchelgang zum Jagen

Am Abend wurde dann noch ein nächtlicher Schnorchelgang am Hausriff durchgeführt wobei zahlreich Langusten, Muränen, Feuerfische und viele weitere nachtaktive Riffbewohner beobachtet werden konnten.

Der Tag wurde schließlich durch einen interessanten und informativen Gastvortrag von Dr. Miriam Weber und Christian Lott vom HYDRA Institut für Meereswissenschaften – Field Station Centro Marino Elba (www.hydramarinesciences.com) über „Bioplastic“ und ihre Arbeit, um das Plastikproblem in der Region zu bekämpfen, abgerundet.

Ingo Miller