Plankton from the ocean surface

An article from Dr. Rodrigo Gonçalves

Besides working with the mesocosmos, we also had experiments onboard. And besides studying phytoplankton, we also worked with zooplankton (animals in the plankton). Zooplankton is very important in aquatic ecosystems as they ‘transfer’ energy from phytoplankton to fish and other animals (including whales!). Within zooplankton, copepdos is the most numerous group (in fact they compete with insects for the ‘most abundant multicellular organism in Earth’). We have been collecting microscopic life from surface waters using a “manta” net. This net (also called neuston net) is towed by Poseidon and thanks to its side buoys it doesn’t sink, rather it skims the surface of the sea trapping all particles in the upper centimeters of the water column. We found a rich community of organisms and particle including, unfortunately, many plastic debris.

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Fensterputzen soll gelernt sein

Ein Beitrag von Laura Margarethe Hennings

Zwei Tage später wagten wir an einem halbwegs ruhigen Tag eine Probenahme vom kleinen  Schlauchboot aus. Beprobt wurde die Sea Surface Microlayer (SML), der allerobersten Ozeanschicht, welche spezielle Charakteristika aufweist und nur wenige 100 µm dick ist. Auch hierbei kam die altbewährte Glasplattenabziehmethode zum Einsatz. Da mit diesen Proben besondere Analysen durchgeführt werden sollten, brauchten wir viel Volumen und die Wissenschaftler wurden zu wahren Glasplattenabziehprofis. Jeder Fensterputzer wäre stolz auf uns.

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Das Wetter hat das letzte Wort

Ein Beitrag von Jennifer Hoppe

Nachdem das erste Meskosmos-Experiment erfolgreich abgeschlossen war, stand der Start des ersten 3-Tages-Meskosmos-Experiments auf dem Plan für den nächsten Tag. Auch dafür hofften wir auf die perfekten Wetterbedingungen der letzten Tage und eine spiegelglatte See. Das Mittelmeer wurde nämlich nicht ohne Grund als Ziel für diese Forschungsausfahrt gewählt. Gerade jetzt im Spätsommer gilt es als besonders ruhig, da die Windgeschwindigkeiten gewöhnlich sehr gering sind und daher mit geringem Wellengang gerechnet werden kann. Damit schien es ideal für unsere Mesokosmos-Experimente, da sich unter diesen Bedingungen ein glatter Oberflächenfilm ausbilden kann und auch die Probennahme mit einem kleinen Schlauchboot möglich ist!

Das Mittelmeer an zwei verschiedenen Tagen. Sehr ruhige See (rechts) und See nach dem Sturm (links).
(Fotos: Leonie Jaeger).
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Erstes Mesokosmos-Experiment

Ein Beitrag von Leonie Jaeger

Am Donnerstag bereiteten wir die umgebauten Rettungsinseln, unsere Mesokosmen, soweit vor, dass sie mit Hilfe des Krans ausgesetzt werden konnten. Sie sollten in einer Reihe aneinandergebunden werden, sodass sie als eine Einheit driften können. Die Crew leistete sehr gute Arbeit, sodass am Ende des Tages die sechs Mesokosmen mitsamt Boje auf dem Mittelmeer ausgesetzt waren.  

Aussetzen der sechs Mesokosmen, in denen unterschiedliche Lichtbedingungen herrschen. Zwei Mesokosmen sind komplett abgedunkelt, zwei sind mit UV blockender Folie bedeckt und zwei haben eine lichtdurchlässige Folie als Abdeckung (Foto: L. Jaeger).

Den Abend ließen wir mit einer gemütlichen Spielerunde an Deck bei einem wunderschönen Sonnenuntergang ausklingen. Zeitig machten wir uns dann auf den Weg in unsere Kojen, denn am nächsten Tag sollte unser erstes 1-Tages-Mesokosmos-Experiment starten.

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Unser Phytoplankton-Experiment

Ein Beitrag von Anna Lena Heinrichs

Am dritten Tag auf offener See ging es bei unserem Phytoplankton-Experiment dann los. Nach zwei Tagen herum probieren, kleben und Löcher bohren war der Aufbau geglückt. Die hohen Temperaturen, die um diese Jahreszeit im Mittelmeerraum anzutreffen sind, haben die größte Herausforderung mit sich gebracht. Denn damit unsere Proben auf Deck nicht den Hitzetod erleiden, müssen diese rund um die Uhr mit frischen Meerwasser gekühlt werden. Um das zu ermöglichen, erforderte es nicht nur handwerkliches Geschick, sondern auch Kreativität.

 In unserem Experiment werden wir Phytoplankton-Gemeinschaften aus unterschiedlichen Wassertiefen beproben und diese in verschiedenen Lichtbedingungen wachsen lassen. Dafür befestigten wir Lichtfolien über unseren Proben, die nur bestimmte Wellenlängen durchlassen.

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Die (aller)ersten Tage auf der Poseidon

Ein Beitrag von Laura Margarethe Hennigs

Einen letzten Blick auf Malaga

Am 16.09. ging’s endlich los, wir liefen aus dem Hafen von Málaga aus. Nachdem die meisten von uns schon 2 Tage früher an Bord der Poseidon gegangen waren, haben wir diesen Moment sehnlichst erwartet. Endlich das Land hinter sich lassen und schon bald nur noch Meer sehen, wohin das Auge reicht. Bis zum 18.09. haben wir nun auf der Transitstrecke Zeit, alle Vorbereitungen zu treffen, bevor die Experimente starten.

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Das Mittelmeer unter der Lupe

Blogeintrag von Vanessa Fromme und Jan Ulber

Am zweiten Tag führte Holger uns vormittags bei der ersten Wanderung in die heimische Flora ein (Extrablogbeitrag). Am Nachmittag erfolgte der zweite Labortag. Nach einer Wiederholung prägnanter Arten des Hartbodens wurden verschiedene Organismen des Weich- und Sandbodens bestimmt. So konnten verschiedene Krebse, wie Einsiedlerkrebse, Muscheln, Schnecken, Borstenwürmer und Scaphopoda betrachtet werden.

Langarmkrabbe (Parthenope angulifrons)

Sehr interessant war hier der Anemoneneinsiedlerkrebs, der in Schneckengehäusen der Gattungen Gibbula und Naticarius lebt. Die Schneckengehäuse werden von der Mantelaktinie Adamsia palliata bewachsen, die das Gehäuse vollständig umwächst. So kann sich auf Dauer das ganze Gehäuse auflösen und beide Tiere leben in einer Symbiose miteinander.

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Der zweite Unterwassertag

Blogeintrag von Vanessa Fromme und Jan Ulber

Am ersten offiziellen Tag der Exkursion starteten wir unser Programm mit einem Schnorchelgang. Hierfür wurden drei Gruppen eingeteilt, die von Sven, Steffi und Rosanna geleitet wurden. Hierbei lernten wir etwas über typische Anemonen- und Algenarten und die Zonierung der Felsküste und ihre dominierenden Bewohner. Interessant war zum Beispiel die Pferdeaktinie (Actinia equina), die jedes Jahr nur an einer bestimmten Stelle gesichtet wird. Diese Anemone hat eine kaminrote Farbe und bewohnt die untere Gezeitenzone auf Felsen. Die Art kann sich bei Ebbe durch ihren hohen, wasserspeichernden Schleimgehalt und das zusätzliche Einziehen ihrer Tentakeln und Abrunden der Körperform schützen.

Rosanna erklärt die Zonierung der Felswand und die Studierenden lauschen interessiert, Vanessa Fromme, 2019
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Giglio – Wir kommen!

Blogeintrag von Vanessa Fromme und Jan Ulber

Freitag ging unsere Reise um 11 Uhr mit dem Bus von dem Campus Wechloy aus los. Nach ca. 23 Stunden Busfahrt erreichten wir am Samstag unseren letzten Stopp auf italienischem Festland – einen Supermarkt, bei dem die letzten „günstigen“ Einkäufe an Land getätigt werden konnten. Um 11 Uhr ging unsere Fähre auf die Insel Giglio. Während der Fährüberfahrt von Porto Santo Stefano nach Isola del Giglio mit der Gigliomare hatten wir einen schönen Ausblick auf das Festland und die umliegenden Inseln und auch die Ornithologen sind auf ihre Kosten gekommen. So konnten viele Mittelmeermöwen und Sturmtaucher gesichtet werden.

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Abreise

Erschöpft aber glücklich blicken wir alle auf die vergangenen Wochen.

Von den anfangs noch allgemeinen Ausfahrten ans fantastische Riff von Bunaken, bis hin zu den Projekten und Experimenten in Expertengruppen auf Bangka. Wir haben sehr viel neues gelernt und eine Menge Erfahrungen in der Feldarbeit und der Organismenbestimmung gesammelt.

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