Fernerkundung der Meeresoberfläche

(Dieser Blog wurde von Sophia Brumer geschrieben. Die aus Deutschland stammende Doktorandin arbeitet zur Zeit am Lamont-Doherty Earth Observatory of Columbia University)…vielen Dank Sophia!

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Polarimeter und Infrarot Kameras auf dem “Monkey deck” der FS Falkor. Auch im linken Bild zu sehen ist der CAT und SNIFFLE der ICBM Gruppe.

Während die ICBM Gruppe Seewasser schöpft um Proben zu sammeln, studieren wir, bzw. die Gruppe vom Lamont-Doherty Earth Observatory of Columbia University, die Meeresoberfläche aus der Ferne mit Hilfe von Kameras. Es handelt sich dabei um eine Infrarot Kamera und einem Polarimeter.

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Falkor und die Unendliche Geschichte

Der Name Falkor ist derselbe wie der des Glücksdrachen aus der Unendlichen Geschichte von Michael Ende im englischen Original. Wer die Geschichte nicht kennt: Es geht darum, dass die Fantasiewelt Fantasien durch eine dunkle Macht, “das Nichts”, heimgesucht wird, und ein kleiner Junge mit Namen Atreyu damit beauftragt wird eine Lösung für diese Bedrohung zu finden. Der Glücksdrache Fuchur (bzw. Falkor) ist ihm dabei ein treuer Freund und eine entscheidende Hilfe im Kampf gegen das Böse.

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Äquator-Taufe

Am Montag haben wir in den Morgenstunden (Ortszeit) mit der R/V Falkor den Äquator überquert. Nach Neptuns Willen, dem Gott der Meere, muss man die Tradition einer Taufzeremonie über sich ergehen lassen, wenn man zum ersten Mal auf einem Schiff den Äquator von der Nord- auf die Südhalbkugel überquert. Wir sind eigentlich genau in die entgegengesetzte Richtung über den Äquator gefahren, da sich die Besatzung der Falkor aber nicht die Zeremonie entgehen lassen wollte, hat der Kapitän einen kleinen Trick angewandt.

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Wellenglättende Eigenschaften der Meeresoberfläche

Bereits 1758 wurde die wellenglättende Wirkung von Oberflächenfilmen von Benjamin Franklin beobachtet. An einem windigen Tag  goss er damals einen Teelöffel Öl in den See von Clapham bei London, und das Öl verteilte sich schnell als dünner Film auf einer Fläche von 1000 Quadratmeter.  Ungefähr ein Viertel des Sees war mit dem Ölfilm bedeckt. Der etwas zähe und elastische Film nimmt Energie aus dem Wind und dadurch wird die Entstehung von kleinen Wellen unterdrückt…die Wasseroberfläche glättet sich und dieses Phänomen wird oft mit dem englischen Begriff „Slicks“, d.h. glatt, beschrieben.

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Der frühe Vogel…. sammelt Oberflächenfilm!

Algen betreiben Photosynthese, d.h. sie nehmen das Kohlenstoffdioxid (CO2) aus der Atmosphäre auf und setzen es mit Hilfe von Sonnenlicht zu Sauerstoff und organischem Kohlenstoff um, den sie zum Leben brauchen. So findet atmosphärisches CO2 den Weg in unsere Meere und wird durch absterbendes organisches Material bis in die Tiefe befördert und dort gespeichert. Manche Meere sind in dieser Hinsicht produktiver als andere, weil es viele Nährstoffe gibt, die die Algen benötigen, und auch gibt es z.B. starke jahreszeitliche Schwankungen.

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Unbemannte Flugzeuge, spannende Lieferung und neue Gewässer

Mit an Bord der Falkor sind unbemannte Flugzeuge (Unmanned Autonomous Vehicles, UAVs) der Firma Lattitude-Engineering. Diese Mischung aus Helikopter und Flugzeug soll sich von Bord aus in die Lüfte erheben und zum ersten Mal zu wissenschaftlichen Zwecken mit unterschiedlichen Messinstrumenten ausgestattet den Meeresoberflächenfilm abscannen.

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Schöpfe, schöpfe, sammle Wasser!

Forschungsarbeit auf See bedeutet, dass man so viele Proben wie möglich sammelt um diese dann entweder gleich vor Ort oder über die nächsten Monate im heimischen Labor zu analysieren. Bei keiner Kampagne darf daher ein bestimmtes Gerät fehlen – die CTD. Diese Abkürzung steht für “Conductivity (Leitfähigkeit)- Temperature – Depth (Tiefe)”. Eine CTD ist ein Kranzwasserschöpfer, der mit diversen Sensoren ausgerüstet ist. Die CTD an Bord der FS FALKOR hat für diesen Zweck 24 Flaschen, die vor dem zu Wasser lassen geöffnet werden.

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MEERESOBERFLÄCHEN SCANNEN…

dazu hat die Gruppe Meeresoberfläche in Zusammenarbeit mit der Gruppe Marine Sensorsysteme (beide ICBM) einen ferngesteuerten Katamaran entwickelt. Über ein Jahr Entwicklungs- und Bauzeit haben die Gruppen investiert, und seit dem Sommer 2015 wird der Katamaran regelmäßig für Messungen in der Nord- und Ostsee eingesetzt. Aber am 15. August 2016 machte der Katamaran, liebevoll „Cat“ genannt, seine erste große Reise als sich die Türen des Seecontainers in Wilhelmshaven schlossen (Link dazu). Die Reise ging über Hamburg, Southampton, durch den Suez Kanal, Singapur und schließlich erreichte Cat am 19 September 2016 Darwin, Australien. Der australische Zoll wurde auch neugierig, aber Cat konnte trotzdem am 08. Oktober pünktlich an Bord der FS Falkor gehievt werden (siehe Blog vom 10 Oktober).

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Forschungsschiff-Neuling

Auf dem Weg zur manuellen Probennahme mit dem Motorboot
Auf dem Weg zur manuellen Probennahme mit dem Motorboot

Mein Name ist Lea, ich bin Master-Studentin an der Universität Oldenburg und bin das erste Mal auf einem Forschungsschiff unterwegs. Ich versuche euch heute das Forschen und Leben auf der R/V Falkor durch einige meiner ersten Eindrücke zu vermitteln.

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