All posts by Mareen Möller

Abschied von Bangka

Der letzte vollständige Tag der Exkursion beginnt mit einem ruhigen Vormittag für die meisten Studierenden. Nur zwei Gruppen führen noch letzte Datenaufnahmen durch und sammeln dafür eifrig diversen Müll. Die anderen beschäftigen sich mit Datenauswertung der Vortage. Noch vor dem Mittagessen geht es dann für die meisten Teilnehmer los in den Tangkoko Park. Nach der Überfahrt mit den Booten aufs Festland und einer längeren Autofahrt sind die Studierenden sowie die beiden Dozenten endlich angekommen und nach einer kurzen Mittagspause konnte die Suche nach den Affen beginnen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wurden schließlich doch noch Tarsiere und eine sehr große Gruppe Schopfaffen (Macaca nigra) gefunden und ausgiebig beobachtet. Nach ausgiebigem fotografieren geht es schließlich jedoch zurück zu den Autos und bereits in Dunkelheit geht es per Boot zurück nach Bangka.

Den letzten Abend ließ man nach dem Abendbrot am Strand mit Cocktails ausklingen. Persönliches Fazit: Ein wirklich schöner und angemessener letzter Tag mit perfektem Wetter findet so sein Ende.

Am nächsten Tag reisten alle Studierenden ab und sind trotz Reisebeschränkungen alle wieder gut in Norddeutschland angekommen.

Von Torben Böckenkröger

Gruppenbild auf Bangka
Gruppenbild beim Schnorcheln

Halo dari Bangka!

11.03.20

Der frühe Vogel fängt den Wurm! Studierende hingegen sammeln bereits fleißig Plastik aus dem Meer und messen Chlorophyllwerte der Symbionten von Korallen und Schwämmen. Nach dem leckeren Frühstück wird nämlich bereits die stehts nasse Schnorchelkleidung angezogen. Mit Transektbändern im Gepäck wird sich auf den Weg zum hauseigenen Steg begeben, um die Forschungsarbeiten weiterzuführen. Leicht erschöpft wird anschließend Literatur gewälzt und Bilder ausgewertet. Dabei bieten Hängematten und Sofas den optimalen Arbeitsplatz mit Meerblick. Nach einem italienisch-indonesischem Pastagericht finden viele den Weg zurück ins Wasser. Der Höhepunkt des Tages findet aber tatsächlich erst statt, nachdem sich Sonne und Meer küssen. Ausgestattet mit Taschenlampen und Kameras bekommen wir während des zweiten Nachtschnorchelgangs auch die nachtaktiven Riffbewohner zu Gesicht. Dank einer Blaulichtlampe werden die Algen in Korallen und Schwämmen zum Fluoreszieren gebracht. Besonders die Korallengattungen Isopora und Galaxea leuchten in knalligen Neonfarben. Weitere Highlights sind Seeigel, schlafende Papageienfische und Blaupunktrochen. Nach dem dritten Tauchgang an diesem Tag hilft der Kaffee nach dem Abendessen nicht mehr viel. Die Kapazitäten für soziale Interaktionen sind bei vielen an diesem Abend erschöpft.

Continue reading

Wir haben das Paradies gefunden

09.03.20

Nach einem gebührenden Abschied von Bunaken treten wir ausgeruht und erholt die Reise nach Bangka an.

Am Morgen geht es mit dem Boot und dem ganzen Gepäck zurück nach Manado, wo wir am Hafen von Taxis abgeholt werden. Nach einem Zwischenstopp in der Mall, um unsere Vorräte aufzufüllen, fahren wir weiter zum Hafen. Von dort setzen wir mit dem Boot zum Coral Eye über. Schon von Weitem kann man den wunderschönen Strand mit dem Steg erkennen. Dort empfangen uns die Hotelbetreiber und geben uns eine kleine Tour durch die Anlage.

Continue reading

Die letzten zwei Tage auf Bunaken

07.03.20
Nach einer leicht stürmischen Nacht und einigen überschwemmten Badezimmern wurde beim Frühstück kurz diskutiert, ob die morgendliche Ausfahrt stattfinden kann. So gegen halb 9 sind wir bei strahlend grauem Himmel dann doch gestartet, um unsere ersten Transekte aufzunehmen. Durch den gedrehten Wind konnten wir einen neuen Schnorchelplatz auf der anderen Seite der Insel besuchen, der uns durch seine hohe Diversität die grauen Umstände schnell vergessen ließ. Die verschiedenen Gruppen haben unterschiedliche Methoden angewandt, um die Diversität entsprechend ihres Fokusses aufzunehmen. Bei der Korallengruppe wurden 3 Transekte untersucht von jeweils 12,5m, wobei die verschiedenen Arten durch Artenkenntnis auf Schreibtafeln und bei Unklarheiten durch Fotografie festgehalten wurden. Nachdem die meisten Transekte innerhalb von 2 Stunden erfolgreich aufgenommen werden konnten, ging es wieder zurück an Land. Erschöpft schleppten wir uns die Treppen zum Restaurant hoch und wurden mit köstlichem Mittagessen empfangen.

Continue reading

Korallenriffexkursion- Spezialgruppen

Donnerstag 05.03.20 Aufteilung in Fachgebiete

Heute beginnt der Tag mit strahlendem Sonnenschein und einem klaren Blick auf den Vulkan sowie die umgebenden Inseln. Dies motiviert alle besonders wieder schnorcheln zu gehen. Die neuen Spots, die wir uns heute angucken, sind Mandoline und Tengah. Nachdem wir uns gestern Abend schon entschieden haben, in welchem Teil der Korallenriffökologie (Fische, Korallen oder andere Invertebraten) wir unser Wissen vertiefen wollen, gehen wir heute getrennt in den drei Gruppen ins Wasser. Beim Schnorcheln finden wir wieder viele neue Arten, die wir fotografieren, um sie nachmittags zu bestimmen. Die Invertebraten Gruppe findet einige Nudibranchia, die eingesammelt werden, um sie später noch einmal genauer zu betrachten bevor sie wieder ins Riff gebracht werden.

Continue reading

Korallenriffexkursion 2020

Montag, 02.03.2020 – Ankunft auf Bunaken

Das Abenteuer beginnt. Gegen 16 Uhr trifft sich der Großteil der Gruppe, welche sich aus 17 Studierenden und vier Betreuenden (Prof. Dr. Peter Schupp, Dr. Mareen Möller , Dr. Miriam Reverter und Dr. Sven Rohde) zusammensetzt, am Hafen von Manado und wird dort von einem Boot des Panorama Backpackers, unsere Unterkunft für die erste Woche, abgeholt. Es regnet schon den ganzen Tag und dementsprechend ist die Sicht auf dem Wasser gering.

Continue reading

Abreise

Erschöpft aber glücklich blicken wir alle auf die vergangenen Wochen.

Von den anfangs noch allgemeinen Ausfahrten ans fantastische Riff von Bunaken, bis hin zu den Projekten und Experimenten in Expertengruppen auf Bangka. Wir haben sehr viel neues gelernt und eine Menge Erfahrungen in der Feldarbeit und der Organismenbestimmung gesammelt.

Continue reading

Die letzten Tage auf Bangka

Den vorletzten Tag starteten einige kurzweilig mit der Weiterarbeit der Projekte. Anschließend ging es auch schon bald mit dem Boot weiter zur gemeinsamen Schnorchelexpedition. Dabei erkundeten wir die Mystik der verlassenen Austernanlage im Wasser, aber auch an Land. Dort entdeckten wir unter anderem viele verschiedene Nacktschneckenarten, alte Gehäuse von Seeigeln und auch Seeigel, die sich tagsüber von ihrer besten Seite zeigten. Nach dem Mittagessen ging es wieder gestärkt an die jeweiligen Projekte.

Continue reading

Tschüss Bunaken – Hallo Bangka


Nach acht eindrucksvollen Tagen auf der Insel Bunaken geht eine schöne Zeit vorbei. Das sehr herzliche miteinander macht den Abschied nicht leicht, dennoch lässt die Aussicht auf ein neues Abenteuer uns weiterziehen und wir starten mit der Überfahrt nach Manado. Von dort aus ging die Reise mit dem Taxi weiter. Trotz Müdigkeit wurde nicht viel geschlafen und wir konnten die schöne Landschaft von Nord-Sulawesis bewundern. Am Strand von Pantai Surabaya hatten wir einen Empfang der etwas anderen Art. Sofort wurden wir von begeisterten indonesischen Strandbesuchern umstellt um für ein Erinnerungsfoto posieren. Anschließend erfolgte die Überfahrt nach Bangka.


Auf Bangka erwartete uns eine traumhafte Kulisse von Palmen und türkisen Wasser. In direkter Nähe zum Strand befand sich auch unsere Unterkunft, die unsere Erwartungen eindeutig übertraf. Nach einer kleinen Stärkung wurde nicht lange gezögert und das hauseigene Riff erkundet.

Continue reading

Letzte Tage auf Bunaken

Das Ende der ersten Woche begann wie üblich mit einem Frühstück mit Blick über das Hausriff und die Seegraswiesen, in denen wir den Schnorchelausflug des Tages planten. Vom Strand aus wateten wir in das knietiefe Wasser und ließen uns durch das für uns neue Habitat treiben. Wir konnten viele Organismen aus den vorherigen Orten in kleinerer Variante und juvenilen Stadien wieder erkennen, da die Seegraswiesen als Kinderstube des Ozeans gelten. Zu den neuen Arten zählten die Seenadeln, die sich verspielt durch unsere Finger schlängelten sowie der elegante Diamantfeilfisch. Viele giftige und schmerzhafte Organismen versteckten sich zwischen den Halmen. Die “Burning Hellfire Anemone” wird ihrem Namen sicherlich gerecht genauso wie die Kegelschnecke, die mit ihrer giftigen Harpune tödlich für den Menschen sein kann oder die bunten Seeschlangen mit ihren hinten liegenden Giftzähnen.

Continue reading