Das Experiment im Aquarium

Parallel zu den Schiffsausfahrten untersuchen Lars Riis Damgaard von der Universität Aarhus aus Dänemark, Janina Rahlff, Nicolas Bill und ich die biologisch-physikalischen Vorgänge im Oberflächenfilm. Der Oberflächenfilm der Meere steht in direktem Kontakt mit der Atmosphäre. Mikrobiologische Aktivitäten in diesem obersten Millimeter können den Gasaustausch und somit möglicherweise das Klima beeinflussen.

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Erste Nachtfahrt

Um 18 Uhr am Dienstag starten wir mit dem Forschungsschiff Otzum im Nassauhafen zur ersten Nachtschicht auf See. Während der Nacht wird unser sechsköpfiges Team in dreistündigen Intervallen Proben nehmen und somit die Arbeiten des Teams auf der Senckenberg fortführen. Nach etwa einer Stunde Fahrt treffen wir auf die Senckenberg und beginnen damit, die Messgeräte zu verladen.

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Zyklus 00: Erste Ausfahrt mit der Senckenberg

Nachdem am Wochenende alle Wissenschaftler/innen in Wilhelmshaven angekommen waren, fand am Sonntag das erste gemeinsame Treffen statt. Dort konnten wir einander erst einmal kennenlernen und unsere Interessen und Erfahrungen austauschen. Zuerst wurden jedoch ein paar organisatorische und sicherheitstechnische Dinge besprochen und das erste Gruppenfoto geschossen. Die Stimmung und das Wetter passten gut zusammen, die strahlende Sonne machte alle optimistisch für einen guten Projektstart!

Erstes Gruppenfoto am Sonntag (Foto: Nur Ili Hamizah Mustaffa)

Diese Hoffnung wurde auch am Montag nicht enttäuscht! Alle waren bereit für Zyklus 00, eine Tagesausfahrt mit der Senckenberg. Diese sollte dafür genutzt werden, alles aufzubauen, auszuprobieren und letzte Mängel zu beheben.

Im „Wet-Lab“ der Senckenberg wurden die Filtrationsanlagen für Chlorophyll a, Transparent Exopolymer Particles (TEP) und massenspektrometrische Analysen, sowie weitere Messgeräte aufgebaut.

Aufbau im Wet-Lab auf dem Schiff (Foto: Nur Ili Hamizah Mustaffa)

Im „Dry-Lab“ fanden diverse Computer für die unterschiedlichen Untersuchungen Platz, unter anderem für Lichtmessungen und die CTD-Steuerung sowie mikrobiologische Untersuchungen. Draußen auf dem Deck wurden der Forschungskatamaran „S3“ (Sea Surface Scanner)  und die Driftboje „Sniffle“ der ICBM AG Meeresoberflächen platziert.

Mit dem Kran wird Sniffle ins Wasser gehoben (Foto: Nur Ili Hamizah Mustaffa)

Für mich war es der erste Tag auf einem Forschungsschiff und es war eine tolle Erfahrung! Meine Aufgabe bestand darin, bei der Arbeit mit Boje und Katamaran zu helfen. So musste zuerst alles vorbereitet werden, indem Messgeräte programmiert, Sensoren kalibriert und letzte Sicherungen und Tests durchgeführt wurden. Schon bald nachdem die „Leinen los“ waren, setzte die Crew die beiden Forschungsgeräte mithilfe eines Krans in den Jadebusen. Die Boje, die in der Luft, an der Wasseroberfläche und in 1m Tiefe den Kohlenstoffdioxidpartialdruck misst, wird treiben gelassen und durch die Tide und die Strömung bewegt. Mithilfe ihrer Messergebnisse kann im Nachhinein der CO2-Austausch des Ozeans mit der Atmosphäre berechnet werden. Der Katamaran ist ferngesteuert und kann so mit einem Elektromotor nach Belieben bewegt werden. Außerdem kann mit der Fernbedienung gesteuert werden, wann Wasserproben für spätere Analysen gesammelt werden. Mithilfe zahlreicher, auf der Plattform raffiniert eingebauter Messgeräte, wird unter anderem pH-Wert, Salinität
und Chlorophyllgehalt gemessen. Das beprobte Wasser kommt
dabei aus zwei verschiedenen Tiefen: Der dünnen Meeresoberflächenschicht (SML – Sea Surface Microlayer), welche gesammelt wird, indem rotierende Glasplatten mit einem Gummiwischer kontinuierlich abgezogen werden. Außerdem wird Meerwasser aus einem Meter Tiefe hinauf gepumpt.

Blick auf den Katamaran (Foto: Nur Ili Hamizah Mustaffa)
Rotierende Glasplatten am Katamaran zur Probennahme der SML (Foto: Mariana Ribas Ribas)

Während der Ausfahrt durfte ich dann lernen, wie der Katamaran mit der Fernbedienung gesteuert wird. Zudem sammeln wir während des Milan-Projekts eine große Menge Meerwasser für jeden Zeitpunkt (je 20L aus SML und einem Meter Tiefe), da für die diversen Untersuchungen der verschiedenen Arbeitsgruppen viel Volumen benötigt wird. Deshalb müssen alle 2-3 Stunden die Kanister an Bord des Katamarans ausgetauscht werden. Dafür wird die Senckenberg von einem Schlauchboot begleitet, welches die Arbeit am Katamaran ermöglicht. Für mich war es eine tolle Erfahrung, mit dem Schlauchboot über den Jadebusen zu sausen, aber auch eine Herausforderung, die schweren Kanister bei Wellengang von Boot zu Boot zu transportieren. Zum Glück waren alle an Bord sehr hilfsbereit und die Crew der Senckenberg hat immer mit angepackt. Insgesamt hatten wir einen erfolgreichen Tag und sind jetzt gut vorbereitet für  die Tag- und Nachtzyklen!

(verfasst von Hanne Banko-Kubis)

Ankunft in Wilhelmshaven…..

…bei einem Wetter wie es schöner nicht sein konnte.

Ein Großteil der am MILAN-Projekt beteiligten Wissenschaftler/innen ist bereits am ICBM in Wilhelmshaven eingetroffen. Unter ihnen das Team vom Leibnitz-Institut TROPOS aus Leipzig, das bereits seine Messungen zur Bestimmung der Aerosolpartikel vor dem Institutsgebäude aufgenommen hat und weitere für die bevorstehenden Tag-und Nachtfahrten im Jadebusen vorbereitet.

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MILAN startet am 27. März…

Internationale Meeres- und Klimaforscher kommen am 27. März zu einem bisher einzigartigen Experiment am Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität Oldenburg zusammen. Zwei Wochen lang wird das interdisziplinäre Expertenteam vom Wilhelmshavener ICBM Standort aus auf dem Jadebusen die hauchdünne Oberflächenschicht des Meeres auch in der Nacht untersuchen. Sie beeinflusst den Gasaustausch zwischen Atmosphäre und Ozean und wirkt sich auch auf das Klimageschehen aus.

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Den Schwämmen auf der Spur…

Hallo liebe Freunde der SONNE!

Der heutige Blog-Beitrag befasst sich mit der Arbeit von Prof. Dr. Gert Wörheide.
Der folgende Bericht wurde von Prof. Dr. Gert Wörheide verfasst, Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München sowie Schwamm-Spezialist hier an Bord der SONNE.

Prof. Dr. Gert Wörheide bei der Probenentnahme im Nasslabor der SONNE.

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Tierische Freunde der SONNE

Hallo liebe Freunde der SONNE!

Es wird mal wieder Zeit, hier kommt nun ein weiteres Update über die Expedition SO254.

Ein Großteil der Forschungsfahrt ist geschafft – mittlerweile befinden wir uns wieder in nördlicheren Gewässern nahe der Ostküste von Neuseeland. Die Fahrt in Richtung 60°S an den Nordrand des Südpolarmeeres war begleitet von schlechtem Wetter und starkem Seegang, wir mussten sogar die Schutzklappen der Bullaugen unserer Kabinen und Labore verschließen. Wellen von bis zu über fünf Metern Höhe waren nicht unüblich und so wurde entschieden, nach zwei CTD-Stationen bei 50° und 52°S die Fahrt in Richtung Süden abzubrechen und nach Norden umzukehren.

Ein junger Wanderalbatros besucht die SONNE. Diese Art brütet auf subantarktischen Inseln und erreicht eine Flügelspannweite von über drei Metern (Foto von Klaus Peter Conrad)

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Faszination Meeresboden

Ahoi, liebe Freunde der SONNE!

Ein weiterer Tag, ein weiterer Blog-Eintrag!
Der nun folgende Bericht wurde von Marion Pohlner und Julius Degenhardt verfasst, zwei Meereswissenschaftler von der Forschungsgruppe Paläomikrobiologie unter der Leitung von Prof. Dr. Heribert Cypionka des ICBM Oldenburg.

Marion und Julius beim Herablassen des MUC (Multicorer)

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Über Mikrobiome, Public-Tiefsee Viewing und Frühstück…

Hallo liebe Freunde der SONNE!

Es ist mal wieder Zeit für einen neuen Blog-Beitrag und die nun folgenden Zeilen geben Euch einen Einblick in die tägliche Arbeit von Kathrin Busch.

Doch vorerst: Kathrin ist eine Doktorandin vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und arbeitet dort in der Forschungseinheit Marine Mikrobiologie unter der Leitung von Prof. Dr. Ute Hentschel Humeida. Hier an Bord der SONNE ist die Meeresbiologin bzw. Tiefsee-Ökologin Teil des Schwamm-Teams unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Schupp.

Kathrin Busch bei der Entnahme der Niskin Bottles (Wasserproben) vom ROV Kiel6000.

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