Alle Beiträge von Oliver Wurl

Fernerkundung der Meeresoberfläche

(Dieser Blog wurde von Sophia Brumer geschrieben. Die aus Deutschland stammende Doktorandin arbeitet zur Zeit am Lamont-Doherty Earth Observatory of Columbia University)…vielen Dank Sophia!

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Polarimeter und Infrarot Kameras auf dem “Monkey deck” der FS Falkor. Auch im linken Bild zu sehen ist der CAT und SNIFFLE der ICBM Gruppe.

Während die ICBM Gruppe Seewasser schöpft um Proben zu sammeln, studieren wir, bzw. die Gruppe vom Lamont-Doherty Earth Observatory of Columbia University, die Meeresoberfläche aus der Ferne mit Hilfe von Kameras. Es handelt sich dabei um eine Infrarot Kamera und einem Polarimeter.

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Wellenglättende Eigenschaften der Meeresoberfläche

Bereits 1758 wurde die wellenglättende Wirkung von Oberflächenfilmen von Benjamin Franklin beobachtet. An einem windigen Tag  goss er damals einen Teelöffel Öl in den See von Clapham bei London, und das Öl verteilte sich schnell als dünner Film auf einer Fläche von 1000 Quadratmeter.  Ungefähr ein Viertel des Sees war mit dem Ölfilm bedeckt. Der etwas zähe und elastische Film nimmt Energie aus dem Wind und dadurch wird die Entstehung von kleinen Wellen unterdrückt…die Wasseroberfläche glättet sich und dieses Phänomen wird oft mit dem englischen Begriff „Slicks“, d.h. glatt, beschrieben.

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MEERESOBERFLÄCHEN SCANNEN…

dazu hat die Gruppe Meeresoberfläche in Zusammenarbeit mit der Gruppe Marine Sensorsysteme (beide ICBM) einen ferngesteuerten Katamaran entwickelt. Über ein Jahr Entwicklungs- und Bauzeit haben die Gruppen investiert, und seit dem Sommer 2015 wird der Katamaran regelmäßig für Messungen in der Nord- und Ostsee eingesetzt. Aber am 15. August 2016 machte der Katamaran, liebevoll „Cat“ genannt, seine erste große Reise als sich die Türen des Seecontainers in Wilhelmshaven schlossen (Link dazu). Die Reise ging über Hamburg, Southampton, durch den Suez Kanal, Singapur und schließlich erreichte Cat am 19 September 2016 Darwin, Australien. Der australische Zoll wurde auch neugierig, aber Cat konnte trotzdem am 08. Oktober pünktlich an Bord der FS Falkor gehievt werden (siehe Blog vom 10 Oktober).

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ENDLICH GEHT ES LOS…

Beladen des ICBM Katamarans auf die FS Falkor
Beladen des ICBM Katamarans auf die FS Falkor

Seit über zwei Jahren haben Wissenschaftler aus Deutschland, USA und Großbritannien diese Expedition geplant um die Meeresoberfläche als dünne Grenzschicht zwischen der Atmosphäre und dem Ozean besser zu verstehen. Seit zwei Tagen arbeiten die zwölf Wissenschaftler bereits auf dem Forschungsschiff FALKOR um die Ausrüstung an Bord zu bringen, Geräte zu installieren und Laborarbeiten vorzubereiten. Das Team hat das Ziel Wechselwirkungen, wie z.B. den Austausch von Wärme und Treibhausgasen, zwischen der Atmosphäre und dem Ozean zu untersuchen, und zu verstehen wie die Meeresoberfläche als Grenzschicht Austauschprozesse kontrolliert.

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