Äquator-Taufe

Am Montag haben wir in den Morgenstunden (Ortszeit) mit der R/V Falkor den Äquator überquert. Nach Neptuns Willen, dem Gott der Meere, muss man die Tradition einer Taufzeremonie über sich ergehen lassen, wenn man zum ersten Mal auf einem Schiff den Äquator von der Nord- auf die Südhalbkugel überquert. Wir sind eigentlich genau in die entgegengesetzte Richtung über den Äquator gefahren, da sich die Besatzung der Falkor aber nicht die Zeremonie entgehen lassen wollte, hat der Kapitän einen kleinen Trick angewandt.

Continue reading

Wellenglättende Eigenschaften der Meeresoberfläche

Bereits 1758 wurde die wellenglättende Wirkung von Oberflächenfilmen von Benjamin Franklin beobachtet. An einem windigen Tag  goss er damals einen Teelöffel Öl in den See von Clapham bei London, und das Öl verteilte sich schnell als dünner Film auf einer Fläche von 1000 Quadratmeter.  Ungefähr ein Viertel des Sees war mit dem Ölfilm bedeckt. Der etwas zähe und elastische Film nimmt Energie aus dem Wind und dadurch wird die Entstehung von kleinen Wellen unterdrückt…die Wasseroberfläche glättet sich und dieses Phänomen wird oft mit dem englischen Begriff “Slicks”, d.h. glatt, beschrieben.

Continue reading

Der frühe Vogel…. sammelt Oberflächenfilm!

Algen betreiben Photosynthese, d.h. sie nehmen das Kohlenstoffdioxid (CO2) aus der Atmosphäre auf und setzen es mit Hilfe von Sonnenlicht zu Sauerstoff und organischem Kohlenstoff um, den sie zum Leben brauchen. So findet atmosphärisches CO2 den Weg in unsere Meere und wird durch absterbendes organisches Material bis in die Tiefe befördert und dort gespeichert. Manche Meere sind in dieser Hinsicht produktiver als andere, weil es viele Nährstoffe gibt, die die Algen benötigen, und auch gibt es z.B. starke jahreszeitliche Schwankungen.

Continue reading

Unbemannte Flugzeuge, spannende Lieferung und neue Gewässer

Mit an Bord der Falkor sind unbemannte Flugzeuge (Unmanned Autonomous Vehicles, UAVs) der Firma Lattitude-Engineering. Diese Mischung aus Helikopter und Flugzeug soll sich von Bord aus in die Lüfte erheben und zum ersten Mal zu wissenschaftlichen Zwecken mit unterschiedlichen Messinstrumenten ausgestattet den Meeresoberflächenfilm abscannen.

Continue reading

Schöpfe, schöpfe, sammle Wasser!

Forschungsarbeit auf See bedeutet, dass man so viele Proben wie möglich sammelt um diese dann entweder gleich vor Ort oder über die nächsten Monate im heimischen Labor zu analysieren. Bei keiner Kampagne darf daher ein bestimmtes Gerät fehlen – die CTD. Diese Abkürzung steht für “Conductivity (Leitfähigkeit)- Temperature – Depth (Tiefe)”. Eine CTD ist ein Kranzwasserschöpfer, der mit diversen Sensoren ausgerüstet ist. Die CTD an Bord der FS FALKOR hat für diesen Zweck 24 Flaschen, die vor dem zu Wasser lassen geöffnet werden.

Continue reading

MEERESOBERFLÄCHEN SCANNEN…

dazu hat die Gruppe Meeresoberfläche in Zusammenarbeit mit der Gruppe Marine Sensorsysteme (beide ICBM) einen ferngesteuerten Katamaran entwickelt. Über ein Jahr Entwicklungs- und Bauzeit haben die Gruppen investiert, und seit dem Sommer 2015 wird der Katamaran regelmäßig für Messungen in der Nord- und Ostsee eingesetzt. Aber am 15. August 2016 machte der Katamaran, liebevoll „Cat“ genannt, seine erste große Reise als sich die Türen des Seecontainers in Wilhelmshaven schlossen (Link dazu). Die Reise ging über Hamburg, Southampton, durch den Suez Kanal, Singapur und schließlich erreichte Cat am 19 September 2016 Darwin, Australien. Der australische Zoll wurde auch neugierig, aber Cat konnte trotzdem am 08. Oktober pünktlich an Bord der FS Falkor gehievt werden (siehe Blog vom 10 Oktober).

Continue reading

Forschungsschiff-Neuling

Auf dem Weg zur manuellen Probennahme mit dem Motorboot
Auf dem Weg zur manuellen Probennahme mit dem Motorboot

Mein Name ist Lea, ich bin Master-Studentin an der Universität Oldenburg und bin das erste Mal auf einem Forschungsschiff unterwegs. Ich versuche euch heute das Forschen und Leben auf der R/V Falkor durch einige meiner ersten Eindrücke zu vermitteln.

Continue reading

ENDLICH GEHT ES LOS…

Beladen des ICBM Katamarans auf die FS Falkor
Beladen des ICBM Katamarans auf die FS Falkor

Seit über zwei Jahren haben Wissenschaftler aus Deutschland, USA und Großbritannien diese Expedition geplant um die Meeresoberfläche als dünne Grenzschicht zwischen der Atmosphäre und dem Ozean besser zu verstehen. Seit zwei Tagen arbeiten die zwölf Wissenschaftler bereits auf dem Forschungsschiff FALKOR um die Ausrüstung an Bord zu bringen, Geräte zu installieren und Laborarbeiten vorzubereiten. Das Team hat das Ziel Wechselwirkungen, wie z.B. den Austausch von Wärme und Treibhausgasen, zwischen der Atmosphäre und dem Ozean zu untersuchen, und zu verstehen wie die Meeresoberfläche als Grenzschicht Austauschprozesse kontrolliert.

Continue reading